Peeling bei Akne – was du wissen und vermeiden solltest

Akne ist für betroffene Jugendliche und Erwachsene eine große Belastung. Die unschönen Pickel und Mitesser zehren am Selbstbewusstsein, außerdem schmerzen sie und können im schlimmsten Fall dauerhafte Narben hinterlassen. Kein Wunder, dass die Betroffenen ihre Akne so schnell wie möglich loswerden wollen. Doch das ist nicht immer so einfach. Eine gründliche Reinigung der Haut ist wichtig, aber sie darf auf keinen Fall zu grob werden. Peelings können eine Unterstützung sein, aber du musst einiges wissen, um sie richtig anzuwenden und den Schaden nicht noch größer zu machen. Wir geben dir die wichtigsten Tipps, wie du Peelings bei Akne gut einsetzen und damit deine Haut verbessern kannst.

Eine Frau verwendet ein Peeling gegen Akne

Darf ich Peelings bei Akne einsetzen?

Die Antwort auf diese Frage lautet: Das kommt darauf an! Eine gründliche Reinigung ist bei unreiner Haut und Pickeln wichtig, und dabei können Peelings gute Dienste leisten. Allerdings können die Schleifkörper im mechanischen Peeling der Haut auch schaden und bei Pickeln und Unreinheiten regelrechte Wunden reißen. Dann gelangen Bakterien erst recht tief in die Haut und die Pickel verschlimmern sich. Deshalb sind handelsübliche Peelings mit Schleifkörpern bei Akne nicht besonders gut geeignet. Lass besser die Finger davon!

Anders sieht es bei Fruchtsäurepeelings aus. Diese können bei Akne wertvolle Dienste leisten und die Haut verbessern. Hoch dosierte Fruchtsäurepeelings musst du bei der Kosmetikerin oder beim Hausarzt durchführen lassen. Es gibt aber auch wirkungsvolle Produkte für zu Hause.

Wie funktioniert ein Fruchtsäurepeeling bei der Kosmetikerin?

Wenn du Pickel und andere Hautunreinheiten loswerden willst, kann die Kosmetikerin dir unter anderem mit einem Fruchtsäurepeeling weiterhelfen.

  1. Sie analysiert zunächst dein Hautbild und reinigt die Haut vor der Behandlung.
  2. Nach der Analyse legt sie den Säuregrad fest, der für deine Haut geeignet ist. Beim ersten Besuch wählt sie weniger Säure. Nach und nach gewöhnt sich die Haut daran und der Säuregrad kann gesteigert werden.
  3. Die Kosmetikerin trägt das Fruchtsäurepeeling auf und lässt es einwirken.
  4. Danach muss die Haut neutralisiert werden, um ihren gewohnten pH-Wert wiederzuerlangen.
  5. Und schließlich steht eine reichhaltige Hautpflege an.

Das chemische Peeling lockert den Zusammenhalt zwischen den Hornschüppchen. Diese lösen sich dadurch leichter, sodass die oberste Hautschicht abgetragen wird. Dadurch wird deine Haut angeregt, neue Zellen zu bilden und sich zu regenerieren. Durch die Behandlung können sich Unregelmäßigkeiten im Hautbild reduzieren und deine Haut wird feiner und gleichmäßiger. Unreinheiten und Pickel können dadurch besser abklingen und entstehen gar nicht mehr so leicht. Sogar Unebenheiten, die durch Akne entstanden sind, können sich durch das chemische Peeling abmildern.

Diese Behandlung gehört jedoch wirklich nur in die Hände von erfahrenen Ärzten oder Kosmetikerinnen. Es kann nämlich durchaus Komplikationen geben, wenn die Konzentration oder Einwirkdauer nicht gut an deine Haut angepasst ist. Mögliche Nebenwirkungen bei richtiger Anwendung sind Rötungen, leichtes Prickeln oder Brennen und ein Hitzegefühl. Wird das Fruchtsäurepeeling nicht fachgerecht durchgeführt, sind jedoch auch stärkere Hautreizungen oder sogar richtige Wunden möglich. Deshalb gibt es hochkonzentrierte chemische Peelings nicht für den Hausgebrauch. Aber auch geringer dosierte Fruchtsäurepeelings leisten bei Akne gute Dienste.

Fruchtsäurepeeling bei der Kosmetikerin

Wie führe ich ein Fruchtsäurepeeling für unreine Haut zu Hause durch?

Fruchtsäurepeelings mit geringerer Säurekonzentration sind auch zu Hause gut anwendbar und können das Hautbild deutlich verbessern. Mit diesen Tipps erreichst du die beste Wirkung, ohne die Haut unnötig zu reizen:

  • Vor der Anwendung des Peelings solltest du die Haut reinigen und entfetten. Verwende dafür ein mildes Reinigungsprodukt, zum Beispiel einen Schaum oder eine Reinigungsmilch. Mit dem sogenannten Double Cleansing erreichst du besonders gute Effekte. Dafür verwendest du zwei Reinigungsprodukte mit verschiedenen Wirkmechanismen nacheinander. Wichtig: Gehe sanft mit unreiner Haut um! Wildes Schrubben oder Bürsten ist tabu.
  • Nach der Reinigung trägst du das Peeling im Gesicht (oder auch an anderen betroffenen Körperstellen wie dem Rücken) auf und lässt es kurz einwirken. Beachte dabei unbedingt die Einwirkdauer, die auf der Packung angegeben ist! Manche Produkte werden direkt nach dem Auftragen wieder entfernt, andere wirken einige Minuten ein.
  • Wasche das Peeling ab und neutralisiere die Haut mit einem basischen Produkt! Auf diese Weise stellst du den natürlichen pH-Wert wieder her, das ist sehr wichtig.
  • Im Anschluss braucht die Haut gute Pflege und viel Feuchtigkeit. Verwöhne sie deshalb mit einer guten Creme!

Leichtes Prickeln und sanfte Rötungen sind normal und durchaus erwünscht. Falls du jedoch stärker auf das Produkt reagierst, solltest du es vorläufig nicht mehr verwenden und eine Fachperson um Rat fragen.

Besonders einfach für zuhause sind Fruchtsäurepeelings gegen Akne in einem Set, bei dem neben Peeling-Pads auch Pads zum Neutralisieren enthalten sind. Hier ist die Anwendung super einfach: Nach dem Reinigen reibst du mit dem ersten Pad die Haut sanft ab. Direkt im Anschluss nimmst du ein zweites Pad aus dem anderen Tiegel und neutralisierst die Haut damit. Dann kann es mit deiner gewohnten Hautpflege weitergehen. Um Pickel und Co. zügig loszuwerden, kannst du dieses Produkt sogar täglich einsetzen.

Welche Hausmittel helfen gegen Akne?

Da Akne ein weit verbreitetes Problem ist und viele Menschen mit Pickeln zu kämpfen haben, gibt es eine Vielzahl von mehr oder weniger guten Hausmitteln. Von Tipps, die selbstgemachte Peelings enthalten, solltest du lieber die Finger lassen. Auch Hausmittel mit Backpulver solltest du nicht für die Haut verwenden. Es kann zwar auch den pH-Wert senken, umgekehrt aber auch Reizungen verursachen. Diese Hausmittel kannst du jedoch ruhig ausprobieren:

  • Teebaumöl kann entzündungshemmend und lindernd wirken und ist deshalb ein bekanntes Hausmittel gegen Akne. Gib ein wenig Teebaumöl auf ein Wattestäbchen und tupfe die Pickel und Mitesser damit ab! Wenn du sehr empfindliche Haut hast, solltest du das Teebaumöl nach einer Viertelstunde wieder abwaschen. Ansonsten kannst du es auch über Nacht wirken lassen.
  • Heilerde reduziert das Hautfett und beruhigt unreine Haut. Sie kann deshalb das Hautbild verbessern und Unreinheiten bekämpfen. Mische für die Anwendung Heilerde mit etwas Wasser, sodass ein dicker Brei entsteht. Diesen kannst du als Maske auf Gesicht oder Rücken auftragen und 20 bis 30 Minuten einwirken lassen. In dieser Zeit sollte die Maske komplett durchgetrocknet sein. Reibe die Heilerde dann einfach ab und entferne die Reste mit lauwarmem Wasser!
  • Aloe Vera kann unreine Haut beruhigen und leicht antibakteriell wirken. Außerdem spendet sie Feuchtigkeit, ohne zu fetten. Kein Wunder, dass sie als wirksames Hausmittel gegen Akne und Pickel gilt!

Übrigens: Akne ist zwar besonders bei Jugendlichen weit verbreitet, aber trotzdem eine Hauterkrankung. Wenn du starke Pickel und Hautunreinheiten hast, lohnt sich der Gang zum Hausarzt, um die Hautunreinheiten dort behandeln zu lassen.

Frau mit schöner Haut ohne Akne lächelt