Ätherische Öle: antibakteriell, herrlich duftend und selbst gemischt

Ätherische Öle kennen viele Menschen nur zur Raumbeduftung. Dabei können die pflanzlichen Öle so viel mehr. Sie tun mit ihrem Duft nicht nur der Seele gut, sondern auch dem Körper. Bestimmte Rezepte und Mischungen können sogar antibakterielle Wirkung entfalten. Wir erklären dir, welche ätherischen Öle antibakteriell wirken und wie du sie einsetzen kannst. Zudem haben wir ein paar Rezepte für dich.

verschiedene ätherische Öle und Pflanzen

Haben ätherische Öle antibakterielle Wirkung und was können sie bewirken?

Viele Pflanzen haben effektive Abwehrstrategien gegen Bakterien und andere Krankheitserreger entwickelt. Sie tragen Stoffe in sich, die sie vor den Erregern schützen sollen. Diese Abwehrstoffe finden sich in den ätherischen Ölen der Pflanzen wieder und können dann auch im Umfeld des Menschen ihre Wirkung entfalten. Beduftet man einen Raum mit passenden Ölen, dann kann die Belastung mit Bakterien deutlich sinken. Auch Schimmelsporen und andere schädliche Stoffe werden durch die flüchtigen Öle unschädlich gemacht.

Ätherische Öle gegen Krankenhauskeime

Manche Bakterienstämme stellen ein besonders großes Problem für die Gesundheit dar, weil sie immun gegen viele Antibiotika geworden sind. Man nennt solche Erreger multiresistente Keime oder auch Krankenhauskeime. Der Name zeigt an, dass multiresistente Keime besonders häufig in Krankenhäusern vorkommen. Kein Wunder: Dort kommen viele kranke Menschen zusammen und es werden besonders viele Antibiotika verabreicht, gegen die sich dann Resistenzen bilden können.

Aber was kann man gegen Krankenhauskeime tun? Ätherische Öle könnten tatsächlich ein vielversprechender Ansatz sein. Verschiedene Studien zeigen, dass die Öle in der Lage sind, die Keimbelastung in Räumen deutlich zu senken. Selbst multiresistente Krankenhauskeime können den Pflanzenölen oft nicht widerstehen. Der Grund ist einfach: Ein Antibiotikum besteht aus einem einzelnen, ganz bestimmten Wirkstoff, gegen den die Bakterien immun werden können. In den Pflanzenölen stecken dagegen viele unterschiedliche Stoffe, die zusammenspielen und so die Wirkung erhöhen. Dadurch fällt es den Keimen sehr viel schwerer, sich anzupassen. Deshalb kann man mit der Aromatherapie sogar Krankenhauskeime leichter eindämmen.

Diffusor für ätherische Öle

Welche ätherischen Öle haben antibakterielle Wirkung?

Die Öle ganz unterschiedlicher Pflanzen können antibakteriell wirken. Bekannt ist das zum Beispiel bei diesen ätherischen Ölen, die du natürlich auch mischen kannst:

  • Cajeput
  • Eucalyptus globulus
  • Eucalyptus radiata (milder Eucalyptus)
  • Ho-Öl
  • Kampfer
  • Kardamom
  • Lavendel Barreme
  • Lemongras
  • Litsea
  • Majoran
  • Nelkenknospe
  • Niaouli
  • Oregano
  • Palmarosa
  • Pfefferminze arvensis
  • Pfefferminze (Mitcham)
  • Ravintsara
  • Rose
  • Rosengeranie
  • Rosmarin (ct. Campher)
  • Salbei
  • Sandelholz
  • Teebaum
  • Thymian (ct. Linalool und Thymol = weiß)
  • Weihrauch
  • Wintergrün
  • Zeder Virginia
  • Zimtrinde
  • Zitrone

Wie kann man ätherische Öle gegen Keime nutzen?

Die Aromatherapie kennt unterschiedliche Wege, um ätherische Öle zu nutzen. Du kannst zum Beispiel einen Diffuser verwenden, um eine Mischung verschiedener Öle im Raum zu verdampfen. Auch Duftlampen oder Duftsteine eignen sich, um den Duft zu verteilen. Ätherische Öle wirken schon in sehr kleinen Mengen. Auch in Form von Raumsprays kannst du Mischungen verschiedener Öle verwenden. Auch hier solltest du allerdings nur wenige Tropfen des ätherischen Öls nutzen. 

Außerdem besteht die Möglichkeit, einen sogenannten Inhalierstift zu nutzen. Dabei handelt es sich um einen Stift, der mit Ölen betropft ist. Er erinnert an einen Lippenpflegestift. Du verwendest ihn, indem du ihn einfach öffnest und einige Atemzüge nimmst. Du kannst dir auch selbst einen Inhalierstift herstellen. Dazu gibst du einfach Watte in ein sauberes kleines Glasfläschchen und tropfst deine ganz persönliche Mischung ätherischer Öle darauf. Aber Vorsicht: Nicht alle Öle eignen sich zum Inhalieren und nicht alle Menschen vertragen diese Anwendung. Lass dich deshalb unbedingt beraten, bevor du Rezepte ausprobierst!

Manche Öle können auch direkt auf der Haut angewendet werden, zum Beispiel als Massageöl. Allerdings sollten sie nie pur auf die Haut gelangen. Mische sie immer mit einem geeigneten Trägeröl, zum Beispiel mit Mandelöl oder Jojobaöl! Auch hier ist Beratung sinnvoll, damit du die richtigen Rezepte für dich nutzen kannst.

Pfefferminzöl und -pflanze

Ätherische Öle als Raumspray – 5 Rezepte mit antibakterieller Wirkung

Um die Wirkung bestmöglich zu nutzen und gleichzeitig dem Raum ein wunderbares Aroma zu verleihen, haben wir für dich fünf einfache Rezepte für einen antibakteriellen Raumspray. Die Mischungen werden in Teilen angegeben. Die Anzahl der Teile sind für einen Raum mittlerer Größe konzipiert, bei großen Räumen muss die Anzahl der Tropfen entsprechend angepasst werden.

Rezept 1:

  • 3 T Cajeput
  • 1 T Thymian ct. Linalool
  • 1 T Atlaszeder
  • 1 T Zypresse

Rezept 2:

  • 2 T Ho-Blätter
  • 1 T Weißtanne
  • 3 T Zitrone

Rezept 3:

  • 2 T Zitrone
  • 2 T Kardamom
  • 1 T Lemongras
  • 1 T Weihrauch

Rezept 4:

  • 3 T Litsea
  • 1 T Thymian ct. Thymol (weiß)
  • 1 T Lavendel Barreme
  • 1 T Weihrauch

Rezept 5:

  • 3 T Zitrone
  • 1 T Pfefferminze (Mitcham)
  • 1 T Lemongras
  • 1 T Weihrauch

Für wen sind antibakterielle ätherische Öle geeignet?

Generell können fast alle Menschen von der Aromatherapie profitieren. Bei Schwangeren, Babys, Kleinkindern und chronisch kranken Menschen sind allerdings die Auswahl und die Dosierung wichtig. Nicht alle Öle eignen sich für diese Personengruppen. Manche Öle können zwar verwendet werden, sind aber besonders sparsam zu dosieren. Wenn du dir unsicher bist, informiere dich bitte genau über die Wirkung der einzelnen Bestandteile in deinen Rezepten!

Sprühflasche für antibakteriellen Raumspray und Lemonenhälften
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Woher bekommt man gute antibakterielle ätherische Öle?

Viele Menschen verwechseln Duftöle mit echten ätherischen Ölen. In der Aromatherapie kommen nur hochwertige ätherische Öle zum Einsatz, die keine chemischen Duftstoffe enthalten, sondern ihre Kraft vollständig aus der Pflanze beziehen. Duftöle sind hingegen häufig aus chemisch produzierten Düften hergestellt. Das riecht vielleicht ähnlich, hat aber keine oder eine gänzlich andere Wirkung.

Achte deshalb darauf, dass du immer zu echten und hochwertigen ätherischen Ölen greifst! Wir empfehlen dir zum Beispiel die Öle von DrEberhardt Aromatherapy. Dort findest du eine riesige Auswahl an Ölen, viele davon sogar in Bio-Qualität. Von Lavendel und Pfefferminze bis hin zu Zeder, Thymian oder Weihrauch findest du hier viele wunderbare Düfte, die gegen Keime wirken.

Außerdem kannst du dich bei DrEberhardt auf tiefes und jahrzehntealtes Fachwissen über die Aromatherapie verlassen. Die Liebe zur Natur und zu ihren Düften treibt das Familienunternehmen ebenso an wie die Suche nach immer neuen Mischungen und Rezepten. Wenn du also Beratung brauchst, eine Frage hast oder etwas Neues ausprobieren möchtest, bist du hier ganz sicher richtig. Du kannst dich auf Fachwissen, höchste Qualität, Nachhaltigkeit und Natürlichkeit bei allen Produkten verlassen. Stöbere doch gleich mal im Online-Shop von DrEberhardt Aromatherapy!

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.

Der Experte dahinter

Eberhardt Ulrike

Ulrike Eberhardt ist Expertin für Düfte, Aromatherapie und Aromakosmetik. Mit ihrem Vater Robert Eberhardt leitet sie das die DrEberhardt Aromatherapy.