Glättend, straffend und belebend? Vitamin C für die Haut

Vitamin C ist bestimmt das bekannteste aller Vitamine. Superfoods wie Papaya, Zitrusfrüchte, Sanddorn und schwarze Johannisbeere enthalten sehr viel Vitamin C und stärken das Immunsystem. Das wasserlösliche Vitamin unterstützt die Wundheilung und verstärkt unsere Abwehrkräfte. Es wirkt aber nicht nur von innen. In der Hautpflege kann Vitamin C bei fast allen Hautproblemen unterstützend wirken. Ob bei Alterserscheinungen, fahlem Teint oder Akne – Ascorbinsäure hilft rasch und sorgt für eine glattere, schönere Haut bei regelmäßiger Anwendung. Wie Du von der vielseitigen Wirkung des Vitamin C in der täglichen Hautpflege profitieren kannst, erfährst Du hier.

Frau mit Orangen vor dem Gesicht.

Die Wirkung von Vitamin C für die Haut

Vitamin C muss durch die Nahrung aufgenommen werden, unser Körper kann es nicht selbst bilden. Es unterstützt die Aufnahme von Eisen, was für eine bessere Durchblutung sorgt, da Eisen für die Bindung von Sauerstoffatomen im Blut verantwortlich ist. Das Vitamin fördert Wundheilung und Narbenbildung sowie das Immunsystem und ist an der Bildung von Kollagen beteiligt. Dadurch bekommen wir ein festes Bindegewebe und starke Knorpeln und Knochen. Eine wesentliche Eigenschaft von Vitamin C ist die Bindung freier Radikale. Das macht es auch für die Hautpflege so wichtig.

In Cremes und Seren hat das Vitamin drei wesentliche Aufgaben:

  • Es ist ein wirksames Antioxidans, das freie Radikale unschädlich macht.
  • Es ist wesentlich am Aufbau von Kollagen beteiligt, das unserer Haut die Struktur gibt.
  • Es hilft bei unreiner Haut und Pigmentflecken.

Reines Vitamin C, pure Ascorbinsäure, ist für den täglichen Einsatz aber zu sauer und kann die Haut reizen. Wenn Du eine Zitrone presst und Spritzer davon auf eine empfindliche oder verletzte Hautstelle gelangen, merkst Du ein leichtes Brennen. In der Kosmetik werden für Cremes deswegen Vitamin C Derivate wie Ascorbyl Glucoside oder Magnesium Ascorbyl Phosphate verwendet.

Frau mit makelloser Haut.

Warum brauchen wir Antioxidantien?

In unserem Körper entstehen durch Stoffwechselprozesse täglich neue freie Radikale. Freie Radikale sind instabil und ständig auf der Suche nach chemischen Partnern, bei denen sie andocken können. Damit zerstören sie Zellmembrane, Lipide und Proteine, die für eine gesunde Haut wichtig sind.

Stress ist ein großer Radikal-Produzent, aber auch Umwelteinflüsse wie Luftverschmutzung, UV-Strahlung und Genussmittel wie Nikotin oder Alkohol regen ihre Bildung an. Antioxidantien schützen die Zellen vor der schädlichen Partnersuche der freien Radikale. Das kann die Hautalterung verzögern. Potente Radikalfänger sind Vitamin E, Q10, Vitamin A, Resveratrol und eben Vitamin C.

Sie wirken auf zwei Arten:

  • Antioxidantien geben freiwillig Elektronen ab, die sich mit den Radikalen verbinden.
  • Antioxidantien bringen andere Moleküle, die kurzfristig selbst durch den Elektronenverlust zu freien Radikalen werden, wieder in ihre Ursprungsform. So bringt etwa ein Vitamin C Molekül ein Vitamin E-Radikal wieder in seine Ausgangsform. Diese Aufgabe der Regeneration ist eine der wesentlichen Aufgaben von Vitamin C.
Zitronenscheiben

Warum wird Haut faltig und fleckig?

Ab dem 25. Lebensjahr bildet der Körper weniger Kollagen. Kollagenfasern sorgen für eine elastische Haut und binden Feuchtigkeit. Ist die Haut trocken, neigt sie zu Rissen. Das sorgt für Falten und kann die Feuchtigkeit in der Haut nicht mehr so gut speichern. Ab einem Alter von vierzig verfügt die Haut im Gesichtsbereich auch über weniger Blutgefäße. Dadurch werden die Hautzellen nicht mehr so gut mit Sauerstoff und Vitalstoffen versorgt, was den Alterungsprozess beschleunigt. Mit zunehmendem Alter wird die Haut selbst und die darunter liegende Fettschicht dünner. Das macht sie nicht nur empfindlicher, auch erscheint sie schlaffer durch die fehlende Polsterung. Die unter der Haut liegenden Äderchen werden sichtbar.

Auch die Steuerung der Hautpigmente schwächer. Melanin ist das Farbpigment, das unserer Haut, Augen und Haaren Färbung verleiht. Graue Haare und Pigmentansammlungen sind Alterserscheinungen. Aber auch in der Schwangerschaft oder bei unreiner Haut kann es durch Hormone oder Narben zu Pigmentstörungen kommen. Anti-Aging-Wirkstoffe haben deshalb immer eine antioxidative Wirkung und beugen trockener Haut vor. Vitamin C wirkt obendrein antientzündlich und Pigmentflecken aufhellend.

Frau untersucht Stirnfalten.

Anti-Aging in der Hautpflege mit Vitamin C

Zuviel Sonne, schlechte Luft, ungesunde Ernährung und mangelnde Pflege lassen unsere Haut noch schneller alt aussehen. Eine schlecht durchblutete Haut wirkt fahl und grau. Ab Mitte zwanzig können Produkte mit Vitamin C die Hautalterung reduzieren. Die Basis der Hautpflege ist eine Creme, die die Hautzellen täglich mit einer abgestimmten Konzentration von Vitamin C und weiteren Nährstoffen versorgt. Sie soll die natürliche Funktion der Haut unterstützen und die Neubildung der Zellen und die Durchblutung ankurbeln. Tagsüber ist ein Schutz vor äußeren Einflüssen und UV-Licht wichtig, in der Nacht die Regeneration. Vitamin C ist bei beidem behilflich.

  • In tieferen Hautschichten aktiviert es die Produktion von Kollagenfasern und stärkt die Gefäßwände.
  • Auf der Hautoberfläche stimuliert es die Zellteilung, was zu einem Abstoßen von alten, abgestorbenen Hautzellen führt. Das macht die Haut heller und sorgt für einen glatten, strahlend frischen Teint. Hautrötungen und kleine Entzündungen können abklingen, Hyperpigmentierungen werden leicht aufgehellt.

Tägliche Pflege und Vitamin C-Kick

Die antioxidative Wirkung von Vitamin C in der Kosmetik macht es zu einem gerne verwendeten Inhaltsstoff. Bei empfindlicher Haut kann es aber dauern, bis das passende Produkt gefunden ist, da Ascorbinsäure Reizungen auslösen kann.

Fazit: Warum ist Vitamin C für die Haut also so wertvoll?

Egal ob als Serum oder tägliche Pflege nach der Reinigung. Vitamin C ist ein hoch wirksames Anti-Falten und Anti-Aging-Produkt. Es wirkt aber auch bei unreiner Haut, trockener Haut, Hautrötungen und nicht altersbedingten Pigmentflecken.

Frau mit Sonnenhut.