Raus aus dem Gedankenkarussell: Wie kannst du deinen Kopf frei bekommen?

Bestimmt kennst du das Problem: Du sitzt an deinem Arbeitsplatz und versuchst dich auf die täglichen Aufgaben zu konzentrieren, aber es will dir einfach nicht gelingen. Dein Kopf spielt einfach nicht mit. Deine Gedanken schweifen ständig ab, überschlagen sich und lassen dich nicht zur Ruhe kommen. Nicht nur während, sondern auch nach dem Arbeiten ist dieses Problem fatal. Wenn du stundenlang wach im Bett liegst, statt zu schlafen, bekommt weder dein Geist noch dein Körper die notwendige Regeneration. In diesem Artikel verraten wir dir, wie du deinen Kopf wieder frei bekommen und deine Konzentration steigern kannst.

Frau bei der Arbeit sollte den Kopf frei bekommen

Warum ist es so wichtig, den Kopf freizubekommen?

Das ständige Gedankenkreisen im eigenen Kopf kann sich auf Dauer negativ auf deine Leistung und dein Wohlbefinden auswirken. Gerade, wenn du beim Arbeiten bist, ist dieses Problem sehr lästig und anstrengend. Denn es macht langsam und weniger produktiv. Es fällt dir unglaublich schwer, dich zu konzentrieren, wodurch du nur noch mehr Stress bekommst. Aber nicht nur deine Arbeit, sondern auch deine Psyche und somit dein Wohlbefinden leiden darunter, wenn du deinen Kopf einfach nicht freibekommen kannst. Wenn die Gedanken nie zur Ruhe kommen, wächst die innere Unruhe immer mehr, während die Konzentrationsfähigkeit sinkt, du bist schnell gereizt und schlecht gelaunt. Zusätzlicher Stress oder fordernde Aufgaben können das Fass schnell zum Überlaufen bringen und sogar zu psychischen Erkrankungen führen. 

Um das zu verhindern, solltest du unbedingt lernen, deinen Kopf freizubekommen. Unterschiedliche Übungen und Techniken können dir dabei helfen,

  • ausreichend Schlaf zu bekommen,
  • deine Konzentration und Kreativität zu verbessern,
  • leichter mit Stress umzugehen,
  • alle deine Aufgaben im Alltag zu meistern,
  • und glücklicher und gelassener zu Leben.

Gefangen im Gedankenkarussell: Was sind die Ursachen?

Die Ursachen für das Gedankenkarussell sind meist vielfältig und natürlich auch von Mensch zu Mensch unterschiedlich, die Hauptursache ist aber meistens gleich: Wir nehmen uns einfach nicht genug Zeit, um zur Ruhe zu kommen. In all der Hektik in unserem Leben, vergessen wir oft, wie wichtig es ist, auch mal innezuhalten, unsere Gedanken zu sortieren uns wieder neu auszurichten. Stattdessen hetzen wir von einem Termin zum anderen, arbeiten endlos erscheinende To-Do-Listen ab, sind ständig und überall erreichbar und wundern uns, wenn wir uns nicht mehr gut konzentrieren können.

Stress, negative Erlebnisse und unerfüllte Bedürfnisse werden so lange verdrängt, bis uns die belastenden Gedanken keine Ruhe mehr lassen und uns im wahrsten Sinne des Wortes den letzten Nerv rauben. Meistens sind es gerade negative Gedanken, die dann auftauchen und Selbstzweifel und Unzufriedenheit schüren. Es ist ein Teufelskreis, aus dem wir so schnell wie möglich ausbrechen sollten. 

Eine Frau mit geschlossenen Augen macht Pause von der Arbeit

Aufmerksamkeit nach innen richten: Wie kannst du mehr Konzentration und innere Ruhe finden?

Der langfristige Weg für mehr Konzentration und inneren Frieden kann nur aus dir selbst heraus gelingen. Dafür musst du zunächst Ordnung im Gedankenchaos schaffen. Du musst dir also darüber bewusstwerden, welche Gedanken genau dich beschäftigen und warum. Die Klarheit über deine Gedanken und Gefühle ist entscheidend, wenn du das ständige Grübeln durchbrechen willst. Das ist natürlich leichter gesagt als getan, aber zum Glück gibt es einige Dinge und Übungen, die dir dabei helfen können. Für mehr Klarheit solltest du deine Gedanken klar formulieren. Das kannst du entweder schriftlich oder mündlich machen. 

Eine gute Übung ist beispielsweise das expressive Schreiben. Dafür musst du dir natürlich auch Zeit nehmen, aber es lohnt sich, denn die Übung kann dir nachweislich helfen, freier im Kopf zu werden und deine Konzentration zu steigern. Und so funktioniert es: Du schnappst dir einen Stift und ein paar Seiten leeres Papier und suchst dir einen Ort ohne Ablenkung. Das heißt auch kein Handy! Dann entscheidest du dich für einen belastenden Gedanken oder eine Situation, die dich nicht loslässt und fängst an, alles, das dir dazu gerade in den Sinn kommt, aufzuschreiben. Rechtschreibung und Grammatik sind dabei vollkommen egal. Es geht nur darum, dass du die Gedanken zu Papier bringst. Nur wenn du dir vollkommen bewusst darüber bist, was dich belastet, kannst du lernen, es auch loszulassen. Besonders effektiv ist diese Übung, wenn du sie an vier aufeinanderfolgenden Tagen für ungefähr 20 Minuten machst. 

Unser Tipp: Rede mit Freunden, Familie oder einem Therapeuten über das, was dich belastet. Auch wenn du die Dinge jemand anderem erzählst, beginnst du bereits, sie in deinem Gehirn zu ordnen. Reden ist genauso gut wie Schreiben.

Besser konzentrieren mit Meditation: Wie klappt das?

Meditation ist die Königsdisziplin im Geist beruhigen. Eine Form der Meditation zu lernen, lohnt sich in jedem Fall. Denn beim Meditieren richtest du deine Aufmerksamkeit und Konzentration nur auf das Hier und Jetzt. Dadurch kannst du nachweislich deine Konzentrationsfähigkeit steigern und innerlich ruhiger und zufriedener werden. Sie hilft dir auch bei einer besseren Steuerung deiner Gedanken.

Wenn du noch keine Erfahrungen mit Meditation gesammelt hast, kann es hilfreich sein, es mit Anleitung zu machen. Neben Büchern gibt es beispielsweise Meditationskurse oder Online-Videos mit geführten Meditationen, die dir den Einstieg erleichtern. Besonders geeignet bei negativen Gedanken und Gefühlen sind positive Mantras oder Affirmationen.

Wenn du Meditation wirklich lernen willst und von der positiven Wirkung auf deine Konzentration profitieren möchtest, solltest du dir wirklich täglich die Zeit dafür nehmen. Zehn bis fünfzehn Minuten reichen am Anfang vollkommen aus. 

Frau beim Meditieren

Tipps: Was kannst du tun, um den Kopf schnell freizubekommen?

Wenn es mit dem Abschalten mal gar nicht klappt, braucht dein Kopf wahrscheinlich einfach eine Pause. Das funktioniert am besten, indem du deine Aufmerksamkeit von innen nach außen richtest. Diese Tipps können dir beim schnellen Abschalten helfen:

  • Bewege dich an der frischen Luft!
  • Mache Entspannungsübungen!
  • Konzentriere dich auf deine Wahrnehmung!

Bewegung hilft oft Wunder, wenn die Konzentration nachlässt. Egal ob es nur ein kurzer Spaziergang in der Mittagspause oder eine schweißtreibende Yoga-Einheit ist. Wenn wir uns in Bewegung setzen, kommen wir schnell auf andere Gedanken und können uns danach wieder mit Konzentration und Kreativität unseren Aufgaben widmen. Gleichzeitig produziert unser Körper Endorphine. Wir fühlen uns glücklich und entspannt. 

Auch Entspannungsübungen sind eine wahre Wohltat für Kopf und Körper. Dabei ist es ganz egal, ob du Meditation, progressive Muskelrelaxation oder autogenes Training machst. Wichtig ist nur, dass diese Technik für dich funktioniert. Auch ein gutes Buch kann dir dabei helfen, zur Ruhe zu kommen. Unser Tipp: Lies jeden Abend zwanzig Minuten vor dem Einschlafen konzentriert ein Buch, das dich wirklich interessiert! Das hilft dir nicht nur beim Abschalten, sondern kann auf lange Sicht auch deine Konzentrationsfähigkeit fördern. 

Um aus dem Kopf rauszukommen, kann es auch helfen, wenn du dich aufs Wahrnehmen konzentrierst. Denn wenn du wahrnimmst, kannst du nicht denken. Ein einfacher Trick: Schließe deine Augen für ein paar Minuten und nimm einfach nur die Geräusche in deiner Umgebung wahr! Wichtig dabei: Versuche sie nicht zu bewerten, sondern dich einfach nur auf das Hören zu konzentrieren. Diese Übung kannst du auch bei einem Spaziergang erledigen, indem du die Umgebung ganz bewusst wahrnimmst.

Frau macht Bewegung, um den Kopf freizubekommen