Wie kann eine Haaranalyse bei Haarausfall helfen?

Ob Mann oder Frau, viele Menschen sind von Haarausfall betroffen. Ob diffuser Haarausfall, kreisrunder Haarausfall oder kompletter Haarausfall - der Leidensdruck durch den Haarverlust ist bei den Betroffenen meist groß. Unzählige Behandlungen und Therapien werden angeboten. Um die richtige Behandlungsmöglichkeit zu finden, ist es wichtig, auch die Ursache für den verminderten Haarwuchs bzw. starken Haarausfall zu kennen. Eine Untersuchungsmethode bei Haarausfall ist die Haaranalyse. 

Inhalt:

Eine Frau hält eine Bürste mit vielen Haaren darin in der Hand

Haarausfall ist Schönheitsproblem Nr. 1

Schönes Haar ist ein Zeichen von Vitalität und bester Gesundheit. Doch was passiert, wenn die Haare nach und nach ausfallen? Besonders Männer leiden oftmals an Haarausfall. Die kahlen Stellen am Kopf stehen für sie auf Platz 1 der Schönheitssorgen. Um dem entgegenzuwirken, werden unzählige Behandlungsmethoden angeboten. Viele greifen zu Haartinkturen, Nahrungsergänzungsmitteln, speziellen Teesorten, Trockenbürstenmassagen oder Medikamenten. Oft gehen unzählige Euros im Monat für Haarwuchsmittel drauf. Meist hilft aber nichts und der Leidendruck bleibt. Wir haben uns die Frage gestellt, was wirklich hilft? Dabei sind wir auf das Thema Haaranalyse bei Haarausfall gestoßen. Die Ursachen für Haarausfall können nämlich unglaublich vielfältig sein. Wer auf sein volles Haar nicht verzichten möchte, sollte den Grund für den Haarverlust unbedingt kennen. Nur dann ist eine wirksame Therapie möglich.

Ein Mann betrachtet sich im Spiegel und sieht Haarausfall

Wie kann eine Analyse helfen?

Damit Haarverlust erfolgreich behandelt werden kann, braucht es zwei Dinge: Zeit und Geduld. Um herauszufinden, welche Behandlung geeignet ist, um krankhaften Haarausfall zu stoppen, sollte man eine Haaranalyse machen. Dabei werden die Haare bis in die Tiefe untersucht. Bereits 10 bis 15 entnommene Haare reichen für eine mikroskopische Untersuchung. Die Haarwurzeln, Kopfhaut und Haarqualität werden analysiert und sinnvolle Behandlungsmethoden abgeleitet. Danach können Produkte zur Verwendung festgelegt und Ernährungsfragen geklärt werden. Erste Erfolge sind für gewöhnlich nach etwa zwei Monaten festzustellen. Eine zusätzliche Blutuntersuchung kann zudem Auskunft über hormonelle oder medikamentöse Störungen geben. Liegt ein Problem vor, sollte ein Arzt hinzugezogen werden.

Bei einem Mann wird eine Haaranalyse wegen Haarausfall durchgeführt

Untersuchung statt Operation

Wenn das Haar nach und nach weniger wird, musst du dich nicht gleich einer Haartransplantation unterziehen oder zu Medikamenten greifen. Häufig kann schon eine Haaranalyse in Kombination mit einer Blutuntersuchung zum langersehnten Erfolg führen. Das Ergebnis der Untersuchung bestimmt maßgeblich, welche Behandlung am wirksamsten ist. Haar und Haut geben Auskunft über die möglichen Ursachen. Ist es die Ernährung oder liegt es doch an einer hormonellen Erkrankung? Die jeweilige Therapie kann sich je nach Krankheit oder Symptomatik von Fall zu Fall unterscheiden. Du musst nicht gleich verzagen, wenn dein Haar nicht so wächst, wie du es gerne hättest. In den meisten Fällen handelt es sich um normalen Haarausfall, der zum natürlichen Kreislauf dazugehört. Möchtest du aber Gewissheit über den Zustand deiner Haare haben, dann suche einen Arzt, Hautarzt oder Spezialisten auf dem Gebiet auf!

Was ist Haarausfall?

Sie sind überall: in der Haarbürste, am Kopfpolster und manchmal sogar im Essen. Dabei ist es völlig normal, dass der Mensch täglich Haare verliert. Dieser Prozess ist sogar wichtig, damit sich Haare und Kopfhaut wieder selbst erneuern können. Ähnlich wie beim Blut, der Haut und anderen Körperzellen ist es ein ganz natürlicher Kreislauf. Problematisch wird es erst dann, wenn die Haare ausfallen aber nicht mehr nachwachsen. Von Haarausfall spricht man aber erst von einem Verlust von mehr als 100 Haaren täglich. In der Regel unterscheidet man folgende Arten von Haarausfall:

  • Hormonell bedingter Haarausfall: Darunter versteht man eine vererbte Empfindlichkeit der Zellen der Haarwurzeln auf Androgene (Sexualhormone). Vor allem Männer sind betroffen.
  • Kreisrunder Haarausfall: Dieser ist die häufigste entzündliche Haarausfallerkrankung. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.
  • Diffuser Haarausfall: Dabei handelt es sich um einen gleichmäßigen Ausfall des Kopfhaares mit vielfältigen Ursachen. Meist leiden Frauen unter dieser Erkrankung.
  • Kompletter Haarausfall: Hier ist sowohl eine schleichende als auch eine rapide Entwicklung möglich.
  • Vernarbender Haarausfall: An bestimmten Stellen der Kopfhaut, die anscheinend vernarbt, wachsen keine Haare mehr nach.
Bei diesem Mann ist der Haarausfall in Form von kahlen Stellen am Kopf deutlich erkennbar

Geschlechterspezifische Angelegenheit - Die Diagnose kann jeden treffen

Alleine in Deutschland verlieren rund acht Millionen Personen ihre Haare. Nur die wenigsten wissen wirklich, warum das so ist. Obwohl Haarausfall eine individuelle Angelegenheit ist, sind die Anzeichen meist offensichtlich: Kahle Stellen am Kopf und eine deutlich lichterwerdende Haarpracht. Dabei ist das keine ausschließliche Männerkrankheit. Auch Frauen betrifft Haarverlust. Die schlechterwachsenden Haare äußern sich bei beiden Geschlechtern jedoch in unterschiedlicher Art und Weise. Männer leiden meist an hormonell erblich bedingtem Haarausfall. Grund dafür sind die männlichen Sexualhormone, die für das Wachstum der Körperhaare verantwortlich sind. Weibliche Sexualhormone, die sogenannten Östrogene, haben den umgekehrten Effekt: Das Wachstum der Körperhaare wird gehemmt, jenes der Kopfhaare gefördert. Allein diese Information zeigt, wie der Hormonhaushalt das Haarwachstum maßgeblich bestimmt. 

Haarausfall: was sind die Ursachen?

Wenn das Haar zunehmend dünn wird oder gar in großen Mengen ausfällt, kann das das ganze Leben auf den Kopf stellen. Das Bild von einer perfekten Welt existiert dann nicht mehr. Die wirkliche Ursache dafür ist den Betroffenen unbekannt. Lautet die Diagnose erblich oder hormonell bedingter Haarausfall, gibt es in den meisten Fällen keine Aussicht auf Verbesserung. Dem Patienten werden meist Medikamente verordnet. Das Ergebnis: Wenig bis gar nicht zufriedenstellend oder schlimmer als je zuvor. Handelt es sich um kreisrunden Haarausfall, stellt der Arzt meist eine Autoimmunerkrankung als Ursache fest. Das bedeutet, dass sich das Immunsystem plötzlich gegen den eigenen Körper richtet. Allerdings ist dieser Befund bis heute nicht bestätigt. Zum diffusen Haarausfall können hingegen viele Ursachen führen. Seelische Probleme, (Umwelt-)Gifte, chemische Haarpflege- bzw. Haarfärbemittel oder Stoffwechselkrankheiten können beispielsweise der Auslöser sein. 

Ein Mann mit Glatze schlägt sich die Hände vor das Gesicht

Natürliche Gründe für Haarausfall

In unseren Haaren, den Haarwurzeln und der Kopfhaut sind unzählige Informationen über unser Leben abgespeichert. Ob Stress, Ernährung, Alkoholkonsum oder Schwangerschaft, jedes einzelne Haar beinhaltet eine Botschaft. Nicht immer gibt es eine medizinische Erklärung für Haare, die schlecht bis gar nicht mehr wachsen. Oft ist es unser Lebensstil, der für die lichterwerdenden Stellen verantwortlich ist. Aus Sicht der Naturheilkunde ist jede Art von Haarausfall ein Anzeichen für eine Störung des Organismus. Sowohl die körperliche als auch die seelische Ebene kann betroffen sein:

  • Verlustängste: Die Angst vor Neuem oder Unbekanntem kann sich auf Haare und Kopfhaut übertragen.
  • Stress: Physischer und psychischer Stress belastet den gesamten Organismus.
  • Ernährung: Mangelernährung und Fehlernährung übertragen sich auf das Haar.
  • Ungesunde Lebensweise: Wenig Bewegung, Sonnenlicht und Entspannung spiegeln sich in den Haaren wider.
  • Bestimmte Medikamente: Auch diese können als Nebenwirkung die Symptome verursachen.
Eine Frau hat schönes Haar, weil sie sich gesund ernährt

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.