Strömen-Therapie: Entspannt und gelassen die Herausforderungen des Alltags meistern

Wir merken es alle: Die Zeiten sind fordernder geworden, die Nachwehen unserer alltäglichen Belastung schlagen sich auf das Gemüt und auf die Gesundheit nieder. Ängste, Sorgen, Allergien, Kopf- und Rückenschmerzen oder Erschöpfungszustände sind nur einige der Symptome der Tretmühle Alltag. Mit der Strömen-Therapie bietet sich eine sanfte aber gleichzeitig wirkungsvolle Methode an, um Energieblockaden zu lösen. Dabei wird der natürliche Energiefluss angekurbelt und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.

Eine Frau legt beim Strömen die Hand auf

Von Jin Shin Jyutsu bis zum Impuls-Strömen

Die Methode ist unter mehreren Namen bekannt: Jin Shin Jyutsu, Rang-Dröl, Jin Shin Do, Impuls-Strömen, Japanisches, Chinesisches oder Tibetisches Heil- bzw. Energieströmen. Die Praktiken sind sehr ähnlich, die wesentlichen Unterschiede liegen in den Hintergründen und Ideologien. Das Ziel ist jedoch stets dasselbe, nämlich Wohlbefinden und Gesundheit zu stärken.

Diese etablierte Schulen praktizieren Strömen: die Jin Shin Jiutsu Schule, die Jin Shin Do Schule, die Rang Dröl Schule und das Europäische Forum für Impuls-Strömen (EUFIS). Die Schule für Impulsströmen ist davon die einzige zertifizierte Bildungseinrichtung und verfügt somit über hohe Qualitätsstandards in seinen Berufsaus- und Weiterbildungen. Das wichtigste Ziel des Vereins ist es dabei, den kostbaren Schatz an Volksweisheiten um die Harmonie des Menschen und die Zusammenhänge von Körper, Bewusstsein und Energiesystem zu bewahren, zu dokumentieren, zu erforschen und wieder unters Volk zu bringen. Die Schule für Impuls-Strömen hat auch als erstes ein vollständiges Lern- und Lehrsystem gebildet und sind somit Vorreiter einer anerkannten und zertifizierten Erwachsenenbildung. Auch die Ausbildung von Schulmedizinern erfolgt vom Europäischen Forum für Impuls-Strömen. 

Entwicklung und Geschichte der Strömen-Therapie

Strömen ist eine traditionelle Praktik. Das ältesten Aufzeichnungen dieses Volkswissens stammen aus dem tibetischen Raum. Die Praktik wurde schließlich vom Japaner Jiro Murai Anfang des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt. Durch seine eigene Krankheit – die Ärzte hatten ihn bereits als unheilbar aufgegeben – studierte er intensiv alte Heiltraditionen. Er fastete, meditierte, praktizierte Mudras (bestimmte Handhaltungen) und erlangte, entgegen allen Prognosen, seine Gesundheit wieder. Murai befasste sich daraufhin weiter mit der Erforschung von Beschwerden und Disharmonien und betrieb erfolgreich die Kunst des Strömens.

Im Westen wurde die Therapie durch Murais langjährige Schülerin, Mary Burmeister, populär. Sie gründete unter Einbeziehung westlicher Sichtweisen schließlich selbst in Amerika die Jin Shin Jyutsu Schule. Theresia Rasch-Schaffer brachte die Technik dann nach Europa, wo sie unter der tibetischen Bezeichnung Rang Dröl praktiziert.

Mit Handarbeit zu Wohlbefinden

Bei der Strömen-Therapie werden mit den Händen bestimmte Körperstellen, die so genannten „Energietore“ berührt. Strömen ist eine tausende Jahre alte Harmonisierungskunst.Uraltes Volkswissen um die Zusammenhänge von Körper, Geist und Energiesystem werden genutzt um die Gesundheit zu stärken und zu stabilisieren. Handauflegen ist vermutlich eine der ältesten Praktiken in der Volksheilkunde und wird quer über den Globus von alle Altersschichten intuitiv angewendet. So existiert das Wissen in allen Epochen und Kulturen und wird von allen Menschen wenn auch unbewusst praktiziert.

Wie sehr Körper und Emotionen zusammen hängen, sieht man immer wieder im Alltag, sei es im Sprachgebrach oder in der Körperhaltung: So „schlägt ein Ärgernis auf den Magen“, „es kommt einem vor Wut die Galle hoch“ oder instinktiv legen wir bei Schmerzen die Hände auf und Babys lutschen zur Beruhigung am Daumen. Wenn Kinder bei den Hausaufgaben die Stirn mit der Hand stützen, aktivieren sie unbewusst ein Energietor, das den Geist beruhigt.

Zwei Hände liegen auf einen Baby

Diese Methode wird oft als Hilfe zur Selbsthilfe beschrieben: „Menschen werden durch gezielte Berührung zum Entdecken der Selbstheilungskräfte motiviert.“. Die Methode gilt als für jedes Alter geeignet, ist leicht erlernbar und ohne Risiko. Darüber hinaus ist Strömen ein Weg, um den Körper besser kennen zu lernen. Man reagiert sensibler auf Störungen, erkennt, wie man Harmonie erhält und vor allem, wie dieser Zustand bestmöglich stabilisiert werden kann. Es wird auch versucht, langfristige Veränderungen zu finden, um eben diese Stabilität zu erreichen.

Besonders das Wissen und die über die Jahre gesammelten Erfahrungen helfen ebenso, wie das von der Schule vertretene Bewusstseinsmodell, die Zusammenhänge zwischen Körper und Geist besser zu verstehen. So fällt es auch Kursteilnehmern und Klienten leichter, die Symptome und ihre zugrundeliegenden Qualitäten zu verstehen. Das erkannte Potential, eine Veränderung oder Neuausrichtung und damit einhergehende Lebensfreude werden wieder besser erlebbar.

Eine Frau bei der Strömen Therapie

Methode und Wirkungsweise

Wie bei der Akupunktur, einer der ältesten Behandlungsformen der traditionellen chinesischen Medizin, werden bei der Strömen-Therapie bestimmte Punkte stimuliert, um dem Energiefluss Impulse zu geben. In der Akupunktur kennt man 361 Akupunkturpunkte, die entlang der Meridiane, der Energiebahnen des Körpers liegen. Während bei der Akupunktur mittels Nadelspitzen bestimmte Stellen aktiviert werden, um der Störung der Lebensenergie Qi entgegenzuwirken, ist das Strömen noch sanfter. Das Werkzeug beim Strömen sind nicht Nadeln, sondern die Hände, denn vor allem an den Handflächen und Fingerspitzen fließt Energie. Daneben wird auch auf die Atmung geachtet.

Bei der Strömen-Therapie arbeitet man mit Energiebahnen und speziellen Punkten, den Energietoren, die alle Aspekte unseres Seins – Körper, Geist, Emotionen - vereinen. Da man davon ausgeht, dass der Körper alles hat was er braucht, um sich selbst zu regulieren, setzt das Strömen an der Aktivierung der Selbstheilungskräfte an. Man unterstützt den harmonischen Energiefluss und macht die eigenen Ressourcen verfügbar.

Die Energietore auf dem Körper können durch das Auflegen der Hände oder Fingerspitzen gezielt angeregt werden. Das geschieht vollkommen entspannt, über der Kleidung. Man kann sich strömen lassen, doch genauso gut ist die Praktik für Selbstanwender empfehlenswert, wenn man weiß, wo sich die Energiepunkte befinden.

Strömen ist eine risikolose Methode und es werden keinerlei Eingriffe am Körper vorgenommen, nicht einmal pressen oder drücken ist erforderlich und Fremdstoffe werden dem Körper ebenfalls nicht zugeführt. Es besteht überdies keine Gefahr einer Verletzung oder einer falschen Anwendung. Beherrscht man die Grundlagen, so hat man stets eine effektive „Hausapotheke“ griffbereit, um die eigene Familie, sich selbst oder Freunde, bestmöglich zu unterstützen.

Eine entspannte Frau mit geschlossenen Augen

Energietore

Jene Körperstellen, an denen der Energie- und Informationsfluss des Körpers geregelt wird, werden als Energietore bezeichnet. In der Strömen-Therapie geht man von 26 Energietoren aus, die sich paarweise auf der Vorder- und Rückseite des Körpers befinden, beispielsweise am Rücken, Kopf oder an den Händen. 

Die Energietore stehen in Bezug zu allen psychischen sowie physischen Aspekten und werden bestimmten Organen, Körperteilen und Emotionen zugeordnet. Permanente Überlastung, Angst, Trauer oder häufiger Kummer gehören zu den häufigsten Auslösern eines gestörten Energieflusses. Kommt der Energiefluss ins Stocken, fühlt man sich nicht mehr mit sich im Reinen und wird auch krankheitsanfälliger.

Bemerkbar macht sich dies zunächst als energetische, mit der Zeit als physische Blockade. Unausgeglichenheit, Erschöpfung, Migräne oder Krankheiten sind nur einige der Anzeichen für eine Disharmonie.

Im Jin Shin Jyutsu hört man auch den Begriff „Sicherheits-Energie-Schlösser“, was das gleiche wie Energietore bedeutet. Hände oder Fingerspitzen wirken wie ein „Starthilfekabel“ und der „Motor“ springt wieder an, sprich die Blockade wird gelöst und die Energie kann wieder frei fließen. Mit der Atmung wird dieser Prozess wirkungsvoll unterstützt.

Anwendungsgebiete der Strömen-Therapie:

Strömen wird zur Verbesserung des Wohlbefindens eingesetzt und um Disharmonien auszugleichen. Es eignet sich nicht nur zur Selbsthilfe sondern auch als begleitende Therapie von medizinischen Behandlungen. Durch den ganzheitlichen Ansatz hat man gute Erfahrungen bei der Behandlung akuter und chronischer Leiden gemacht, sowie ganz allgemein zur Gesundheitsvorsorge, es wird auch gerne speziell zur Rehabilitation oder Rekonvaleszenz eingesetzt. In schulmedizinischen Arztpraxen setzt man deshalb immer öfter auf eine Kooperation mit Strömen-Therapeuten.

Die Harmonisierungs-Technik der Strömen-Therapie gilt als hilfreich bei:

  • Belastungssituationen, chronisch und akut (Krisen, Schmerzen, Ängste,…)
  • Stressbewältigung, Burnout
  • Verbesserung des Wohlbefindens und der Lebensqualität
  • Sensibilisierung zur Körperwahrnehmung
  • Entspannung, Regeneration
  • Harmonie auf körperlicher, emotionaler und mentaler Ebene
  • Gesundheitsvorsorge

Bei körperlichen Beschwerden, bei denen die Strömen-Therapie zur Unterstützung eingesetzt wird, sind die Anwendungsgebiete vielfältig.

Beispiele dafür sind: 

  • Nacken
  • Entzündungen
  • Schmerzen
  • Verdauung
  • Schwindel
  • Tinnitus
  • Kopfschmerzen 
  • uvm
Finger sind am Energietor 20, mittig über den Augenbrauen

6 Tipps zum Strömen für unterwegs und daheim

  • Mit allen 26 Energietoren verbunden ist Energietor 1, der „Urbeweger“, an der Innenseite des Knies gelegen: Alle Energieströme werden hier stimuliert, dies ist besonders hilfreich bei Kopfschmerzen und Verdauungsproblemen.
     
  • Sie möchten sich einfach etwas Gutes tun? Auch an den Fingern finden sich die Energiepunkte des Körpers wieder: Jeden Finger einzeln mit der anderen Hand locker umschließen und ein paar Minuten halten, so wird der gesamte Körper harmonisiert.
     
  • Gut für klare Gedanken ist Energietor 20, auf der Stirn, einen Fingerbreit mittig über den Augenbrauen: Dieses Energietor öffnet das Denken und die Logik, hilft bei Kopfschmerzen und bei Entscheidungen.
     
  • Sie können nicht zur Ruhe kommen und fühlen sich erschöpft? Um die Sitzbeinhöcker ist der Energietor 25: Auf die Hände setzen und die dabei die Sitzbeinhöcker spüren - das Regenerationsprogramm ist gestartet.
  • Grippaler Infekt im Anmarsch? Die rechte Hand geht zu Energietor 15, welches sich in der Mitte der Leiste befindet, die linke Hand wird über die rechte Schulter gelegt, sodass man den Ansatz des Schulterblatts, Energiepunkt 3,  spürt: Es gilt als hilfreich bei Entzündungen und Infekten. Es besteht auch die Möglichkeit stattdessen die Energiepunkte in den Fingern zu stimulieren, in diesem Fall durch das Halten des Mittelfingers.
  • Bei Schlaflosigkeit, Augen-, Halsproblemen oder Nackenverspannungen hat sich Energietor 4 bewährt: Die Punkte am Hinterkopf, an der Unterkante des Schädelbasisknochens gelegen, helfen den Kopf frei zu bekommen.