Angststörungen und Panikattacken überwinden: So können positive Affirmationen Angst verringern!

Unsicherheiten und Angstgefühle gehören zum Leben dazu. Jeder Mensch fühlt sich in gewissen Situationen ängstlich. Seit Pandemiebeginn sind wir viel besonders viel Druck, Stress und Angst ausgesetzt. Das führt dazu, dass immer mehr Menschen an Panikattacken leiden. Der Stress von außen zerrt an unserer Psyche. So fühlen wir uns oft überfordert, hilflos, ängstlich oder sogar panisch. Positive Glaubenssätze können dir die nötige Sicherheit geben, um auch in schwierigen Zeiten Ruhe zu bewahren. In diesem Beitrag verraten wir dir, wie du mithilfe von positiven Affirmationen Angst und Panikattacken überwinden kannst.

Eine Frau entwickelt sich von traurig zu glücklich

Wie können positive Affirmationen Angst und Panik verringern?

Täglich sind wir von Gedanken und Gefühlen aller Art umgeben. Selbstzweifel, Unsicherheit und Versagensangst machen uns das Leben alles andere als leicht. Gedanken wie: „Ich schaffe das nicht!“ oder „Ich bin nicht gut genug“ nagen an uns und beeinflussen unser Handeln. Positive Affirmationen sind dafür da, um negative Gedanken in positive umzuprogrammieren. Sie polen unser Unterbewusstsein um und helfen uns dabei, uns stärker und wohler in unserer Haut zu fühlen. Positive Affirmationen können uns Sicherheit und Selbstvertrauen schenken. Wir erkennen, dass wir die alleinige Kontrolle über unser Leben und unsere Gefühle haben.

Warum ist positives Denken so wichtig?

Du solltest dir merken, dass Gedanken Gefühle erzeugen und diese wiederum unser Handeln beeinflussen. Positives Denken hat eine enorme Kraft und kann dich von innen heraus beflügeln. Versuche z. B. jeden Morgen, mit einem positiven Glaubenssatz in den Tag zu starten und du wirst bald merken, wie sich dein Lebensgefühl positiv verändert. Glaube versetzt Berge!

Glaube an dich und arbeite täglich an deinem Mindset! Eine Bestätigung durch uns selbst verringert gesundheitsschädigenden Stress, führt zur Verstärkung von Nervenbahnen und steigert zusätzlich die Leistungsfähigkeit. Positive Affirmationen, also positiv formulierte Glaubenssätze, können dir dabei helfen, ein von Grund auf selbstbewusstes Mindset zu entwickeln.

Entspannung mithilfe von Affirmationen und bewusster Atmung

Gegen Angstgefühle hilft eine ruhige, bewusste Atmung. Gepaart mit Affirmationen kann dich folgende Atemübung von innen heraus entspannen:

  1. Atme ruhig ein und aus und achte auf deine Atmung!
  2. Beim Ausatmen solltest du folgenden Gedanken im Geiste sprechen „Mit jedem Atemzug strömt Angst aus“.
  3. Beim Einatmen wiederum denkst du „Friede fließt in mich ein“.
  4. Wiederhole die Affirmation entweder leise oder auch laut immer weiter, bis dein Atem ganz ruhig geworden ist und du dich nicht mehr ängstlich fühlst!
  5. Versuche wahrzunehmen, wie eigene Ängste immer weniger werden!

Diese Übung ist sehr hilfreich während einer Panikattacke. Auch im Alltag kannst du sie regelmäßig ausführen, um dich zu entspannen und zu lernen, wie du deine Ängstgefühle loslassen kannst.

Welche Glaubenssätze können gegen Angst helfen?

Angst sollte niemals über dein Leben bestimmen. Sie zuzulassen ist wichtig, aber du solltest dich nicht gänzlich von ihr einnehmen lassen. Folgende Glaubenssätze können dich von innen heraus stärken und dir dabei helfen, Angst zu bekämpfen:

  • Ich habe die Kontrolle über meine Gefühle.
  • Ich akzeptiere meine Angstgefühle.
  • Ich bestimme über mein Leben.
  • Ich bin offen für Veränderungen.
  • Ich habe die Kraft dafür, mich meinen Ängsten zu stellen.
  • Ich bin mutig und habe die Fähigkeit, alle Hürden zu bewältigen.
  • Ich bin zufrieden mit dem, was ich habe.
  • Ich sehe in allen Dingen etwas Positives.
  • Ich vertraue mir und dem Lauf des Lebens.
  • Ich fühle in mir eine riesige Stärke.
  • Ich bin geborgen und fühle mich wohl in meiner Haut.
  • Ich akzeptiere, dass ich auf manche Dinge keinen Einfluss habe.
  • Ich lebe im Augenblick und versuche, jeden Moment zu genießen.
  • Ich spüre erfüllende Liebe in mir.

Natürlich kannst du dir auch deine eigenen Affirmationen überlegen. Wie genau du sie formulierst, ist dir überlassen. Wichtig ist, dass sie dir ein wohltuendes Gefühl geben.

Was sind die Anzeichen von Panikattacken?

Als Panikattacke bezeichnet man einen starken Angstzustand, welcher meist ein paar Minuten andauert. Dabei können unangenehme körperliche Reaktionen ausgelöst werden, obwohl in der Regel keine reale Gefahr besteht. Folgende Symptome können auftreten:

  • Herzrasen
  • Schwindel
  • Schmerzen in der Brust
  • trockener Mund
  • erhöhter Puls
  • Atemnot
  • Kurzatmigkeit
  • Stich im Herzen
  • Kribbeln in den Händen oder Füßen 
  • Beklemmungsgefühl

Treten Panikattacken häufig auf, ist die Rede von einer Panikstörung. Da das Erlebnis eines Panikanfalls so unangenehm ist, fürchten sich Betroffene umso mehr vor einer wiederholten Panikattacke. So kann ein Teufelskreis entstehen, also eine ständige Furcht vor der Angst. Als Folge ziehen sich Menschen mit einer Panikstörung immer mehr zurück. Unsicherheit und negative Gedanken werden zum täglichen Begleiter ihres Lebens. Täglich laut oder leise ausgesprochene positive Affirmationen können den Teufelskreis krankhafter Angst Schritt für Schritt durchbrechen.

Wie entstehen Panikattacken?

Bei einer Panikattacke treten die Symptome plötzlich auf. Die Betroffenen sind wie aus dem Nichts überwältigt von einem großen Angstgefühl. Oft können sie sich auch gar nicht erklären, woher dieser Angstzustand kommt und wodurch diese starken körperlichen Reaktionen ausgelöst werden. Da die meisten Betroffenen keinen konkreten Auslöser für ihre Symptome finden können, fühlen sie sich so, als hätten sie kurz die Kontrolle über ihren Körper verloren. Die Umwelt wird oft als unwirklich wahrgenommen. In vielen Fällen entwickeln Betroffene stark negative Gedanken, welche die Panik zusätzlich noch verstärken. Die Intensität der Panikattacke ist hier von Person zu Person unterschiedlich.

Eine Frau hat eine Panikattacke in der Öffentlichkeit

Was ist eine generalisierte Angststörung?

Wie am Anfang erwähnt, ist jeder Mensch hin und wieder ängstlich. In manchen Situation ist es völlig normal und gesund, Furcht zu empfinden. Wenn Gefahr droht, ist Angst dafür da, um uns zu schützen. Sie versetzt den Körper in Alarmbereitschaft, damit er so schnell wie möglich reagieren kann. Wenn Angstzustände im Alltag jedoch sehr häufig auftreten, stellt das für Betroffene eine enorme Belastung dar. Angstgefühle, Zweifel und Sorgen überschatten die Gefühlswelt und machen ein glückliches, ausgelassenes Leben unmöglich. Menschen, die in alltäglichen Situationen ständige Besorgtheit und Anspannung empfinden, leiden unter einer sogenannten generalisierten Angststörung.

Wie macht sich eine generalisierte Angststörung bemerkbar?

Genauso wie bei Panikstörungen können bei einer generalisierten Angststörung körperliche Symptome auftreten wie z. B. Herzklopfen, Schweißausbrüche, Schwindel, Atemnot, etc.

Kennzeichnend ist ein ständiges Angstgefühl. Betroffene sind die meiste Zeit des Tages von Sorgen und Zweifeln geplagt. Sie fürchten sich vor Krankheiten, Unfällen, oder davor, ihre Arbeit nicht bewältigen zu können. Sie haben Angst, zu leben. Negative Gedanken bestimmen ihre Emotionen und ihr Verhalten. Auch wenn keine wirkliche Gefahr von außen besteht, steigern sie sich in die Vorstellung einer nahenden Katastrophe hinein. In solchen Fällen ist es wichtig, den Teufelskreis negativer Gedanken zu durchbrechen und damit anzufangen, das Leben in eine positive Richtung zu lenken. Auch bei diesem Weg können positive Affirmationen unterstützend wirken, indem sie Betroffenen die nötige Sicherheit und das Vertrauen in die eigene Person wiedergeben.

Was sind die Ursachen für Angststörungen und Panikattacken?

Angststörungen und Panikattacken können in Verbindung mit erhöhtem Stress auftauchen. Die ungewissen Zeiten, die seit Pandemiebeginn herrschen, lassen uns anfälliger für psychische Beschwerden werden. So können Angststörungen und Panikattacken intensiver oder häufiger auftreten. Panik spielt sich größtenteils in der Psyche des Menschen ab. Meist findet keine lebensbedrohliche Situation statt, obwohl es sich für Betroffene im Moment der Panik so anfühlt. Ursachen und Auslöser variieren von Mensch zu Mensch. Neben erhöhtem Stress sind weitere Gründe für Panikattacken und Angststörungen:

  • Genetische Veranlagung: Manche Personen sind genetisch bedingt anfälliger für psychische Probleme. 
  • Traumatische Erlebnisse in der Kindheit: Kindheitserinnerungen bilden das Grundgerüst für unsere Zukunft und Persönlichkeit. Traumatische Erlebnisse in der Kindheit können Angststörungen auslösen. 
  • Schicksalsschläge: Schicksalsschläge wie der Tod einer geliebten Person oder das Auftreten einer schweren Krankheit können eine ängstliche Leere erzeugen, die nur schwer zu füllen ist. 
  • Lebenskrise: Eine Lebenskrise wie der Verlust eines Jobs oder eine schmerzhafte Trennung können Angstzustände hervorrufen, die sich in manchen Fällen bis hin zu einer generalisierten Angststörung entwickeln.  
  • Drogen: Übermäßiger Alkoholkonsum oder psychoaktive Substanzen können das Auftreten von Panikattacken und Angststörungen begünstigen. Ein ungesunder Lebenstil ist nicht nur schädlich für deinen Körper, sondern auch für deine psychische Gesundheit.
Eine Frau atmet bewusst und ruhig in der Natur

Tipps im Umgang mit Angst und Panik

Folgende Tipps können dir dabei helfen, mit starken Angstgefühlen umzugehen:

  • Ordne deine Gefühle ein: Mach dir bewusst, dass keine reale Gefahr besteht! Vermeide es, negativ zu denken! Halte dir vor Augen, dass du die alleinige Kontrolle über deine Gedanken hast! Versuche, dir klarzumachen, dass dein Angstanfall wieder vorübergeht und dir nichts passieren wird!
  • Achte auf eine gesunde Lebensweise: Sport und ausgewogene Ernährung machen nicht nur deinen Körper fit, sondern auch deinen Geist! Verzichte auf übermäßigen Alkoholkonsum und gehe regelmäßig in die Natur! Darüber hinaus solltest du auch genügend Schlaf bekommen.
  • Vertraue deinem Körper: Aufgrund deiner Angst können unangenehme körperliche Symptome wie Herzrasen oder Schwindelgefühl auftreten. Versuche, ruhig zu bleiben und nicht zu viel in die Symptome hineinzuinterpretieren! 
  • Atme tief ein und aus: Sobald du merkst, dass du eine Panikattacke erleidest, solltest du versuchen, deine Atmung in den Griff zu bekommen. Atme langsam durch die Nase ein und zähle bis vier! Halte dann den Atem an und zähle bis sieben! Atme dann kräftig aus dem Mund aus und zähle bis acht! Mache diese Atemübung so lange, bis du dich beruhigt hast!