Bin ich gut genug? – So besiegst du Selbstzweifel

Gehörst du zu jenen Menschen, deren innere Stimme einen immer wieder veranlasst, sich die folgende Frage zu stellen: Bin ich gut genug? Dann ist für dich gerade jetzt der Zeitpunkt gekommen, um aus diesem Alptraum negativen, selbstzerstörerischen Denkens aufzuwachen. Genug der Zweifel, genug der Angst – jetzt ist der Moment gekommen, an dem du dich darauf konzentrierst, zu lernen, dich selbst zu lieben und Selbstfürsorge zu praktizieren! Es ist an der Zeit, dass du aufhörst, dein Leben durch diese selbstschädigenden Gefühle und Gedanken emotional und psychologisch zu sabotieren. Es ist der Moment für einen Paradigmenwechsel, indem du die Schichten deines falschen Selbst abziehst und stattdessen dein wahres Selbst entdeckst. Um dieses selbstschädigende Muster zu beenden und damit aufzuhören, sich für nicht gut genug zu halten, sind hier einige Tipps, um deine Gedanken und Gefühle neu auszurichten und die Liebe für dich selbst zu stärken.

Eine Frau betrachtet ihr Spiegelbild im Fenster. Sie wirkt traurig und ratlos, vielleicht fragt sie sich: bin ich gut genug?

Wann bin ich gut genug? Ein Leben im ständigen Vergleich

Ob aus Angst, weil man ein geringes Selbstwertgefühl hat oder aus falscher Überzeugung: Wir alle vergleichen uns mit anderen Menschen. Dies ist jedoch ein gefährlicher Weg, zumindest wenn es zur Regelmäßigkeit wird. Wenn man sich allzu oft mit anderen vergleicht, mit dem, was sie haben, was sie wissen und was sie getan haben, dann gerät man leicht in die Vergleichsfalle. Dies ist ein sehr destruktiver Weg.

Wenn es zur Gewohnheit wird, führt es häufig dazu, das man sich die Frage "bin ich gut genug" allzu negativ beantwortet. Gerade dieses gewohnheitsmäßige Vergleichen ist kein Spiel, das man gewinnen kann. Du wirst die folgende Erkenntnis vielleicht nicht mögen, doch es wird immer Menschen geben, die besser sind als du, die mehr haben oder mehr erreicht haben. Eine viel bessere Alternative ist es, sich mit sich selbst zu vergleichen. Um zu sehen, wie weit du im Leben gekommen bist und was du bewältigt hast. Wenn man sich das zur Gewohnheit macht und nur gelegentlich prüft, was andere Personen tun, fällt es auch leichter, nicht neidisch zu sein, sondern sich über die eigenen Erfolge zu freuen.

Ein Bild mit der Aufschrift: small steps are still progress.

Konzentriere dich eher auf den Fortschritt als auf Perfektion 

Eine der größten Ursachen für Selbsthass und das Gefühl, nicht gut genug zu sein, ist das höllische Bedürfnis, es richtig machen zu müssen. Menschen streben nach Erfolg und wollen alles schon beim ersten Mal perfekt machen, doch wenn wir dabei versagen, überkommt uns ein Gefühl der Wertlosigkeit. Schlimmer noch, Misserfolge fördern die Angst vor weiteren Misserfolgen. Was wir leider nicht zu erkennen scheinen, ist, dass das Streben nach unseren Zielen und die Bereitschaft, sich selbst in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, in sich selbst bereits Errungenschaften sind, unabhängig davon, wie oft wir scheitern. Anstatt dich zu bestrafen, dass du Mist gebaut hast und rückwärts stolperst, klopf dir selbst auf die Schulter, weil du es versucht hast, Fortschritte gemacht hast und so weit gekommen bist, wie du gekommen bist!     

Eine Frau betrachtet sich in einem kleinen Handspiegel.

Führe einen Dialog mit deinem inneren Kritiker

Dein innerer Kritiker besteht aus den negativen Gedanken und Selbstgesprächen, die viele von uns schon in der Kindheit geführt und verinnerlicht haben. Einige gängige Urteile, die wir alle von unserem inneren Kritiker hören, könnten folgende sein:

  • Tue dies oder jenes nicht oder die Leute werden dich nicht mögen und über dich verärgert sein.
  • Du arbeitest nicht hart genug.
  • Du bist nicht klug genug.
  • Du bist nicht liebenswert.

Es ist deswegen an der Zeit, einen Dialog mit diesem Kritiker zu führen. Mach ihm klar, dass es genug der Kritik ist und dass du dir keine Angst machen lässt! Versuch aus dieser Stimme der Kritik einen Coach, eine Stimme der Liebe zu machen, und zwar eine, die dich herausfordert, ohne dich niederzumachen! 

Eine Frau setzt mit einem Füllfederhalter zum Schreiben auf einem Ringbuchblock an.

Mach dir eine Liste mit positiven Erinnerungen

Nimm dir einen Stift und ein Blatt Papier heraus oder mach eine Notiz auf deinem Smartphone und denke einfach zurück an Zeiten und Situationen in deinem Leben, in denen du dich gut gefühlt hast! Oder an Zeiten, in denen du dich anfangs vielleicht nicht gut genug gefühlt hast, aber trotzdem aktiv geworden bist und es gut oder sogar besser gemacht hast, als du erwartet hattest. 

Schreib dir ein paar solcher Erinnerungen auf, vier oder fünf sind genug! Und wenn du dich dann das nächste Mal unsicher fühlst, glaubst, dass du nicht gut genug für eine bestimmte Aufgabe bist oder dein Selbstvertrauen in irgendeiner Situation nachlässt und der Angst weicht, dann zieh diese Notiz heraus und tauche für ein paar Minuten in deine Erinnerungen ein, um deine Perspektive zu ändern und deine Motivation zu fördern! Dennoch sollte man nie vergessen, dass nicht nur die Vergangenheit wichtig ist, um Selbstzweifel zu überwinden, sondern auch die Gegenwart.

Eine Frau läuft über einen Zebrastreifen und starrt dabei auf ihr Smartphone.

Praktiziere Präsenz

In der Gegenwart zu sein und deine volle Aufmerksamkeit auf dich und die anderen Menschen in deinem Umfeld zu richten, schafft optimale Voraussetzungen, in dem sich deine Beziehungen vertiefen können. Sei ansprechbar, nicht reaktiv! Gestatte es dir, zu empfangen! In einer Beziehung geht es nie nur um eine Person und darum, ihre Zustimmung zu erhalten. Lass es in deinen Beziehungen auch um dich gehen! Eine enge Beziehung zu einem anderen Menschen, der sich wirklich um dich sorgt, stärkt dein gesundes Selbstbewusstsein und deinen Selbstwert. Überhaupt sind Beziehungen ein wichtiger Einflussfaktor, wenn es darum geht, zu lernen oder daran zu glauben, dass man gut genug ist. 

Eine Person übergibt einer anderen Person ein kleines Stoffherz.

Identifiziere deine Wünsche und Bedürfnisse

Ein Konflikt entsteht, wenn zwei Menschen verschiedene Dinge wollen. Wenn du dich nicht gut genug fühlst, empfindest du wahrscheinlich auch nicht genug Liebe für dich, um deine Wünsche als wichtig zu betrachten. Vielleicht bist du verwirrt und denkst, dass eines deiner Bedürfnisse nur ein unwichtiger Wunsch ist. Dann kann es manchmal leicht passieren, dass du dein Bedürfnis als nicht wichtig genug abtust. Du wirst dich also nicht trauen, darum zu bitten, was du brauchst und du fühlst dich bedroht, für dich selbst einzutreten, weil du Angst davor hast, wie die Reaktion des Partners ausfallen wird.

Eine Karte in einem Blumenbeet. Die Karte ist mit einem Zitat der Autorin Maya Angelou beschriftet: let nothing dim the light that shines from within you.

Du kannst dich nicht zur Selbstliebe hassen 

Wer sich selber ständig sagt, was für ein Versager er ist, wird dadurch nicht erfolgreicher. Sich zu sagen, dass man sein Potenzial nicht voll ausschöpft, wird einem nicht helfen, ein höheres Potenzial zu erreichen. Sich zu sagen, dass man wertlos und nicht liebenswert ist, wird einen nicht liebenswerter machen. Natürlich klingt es fast lächerlich einfach, doch der einzige Weg, Selbstliebe zu erreichen, ist, sich selbst zu lieben – unabhängig davon, wer du bist und wo du stehst und selbst wenn du weißt, dass du dich ändern willst. Du musst nicht perfekt sein. Du bist gut genug, so wie du bist. Und Selbstliebe wird jedes Mal, wenn du dich daran erinnerst, ein wenig einfacher sein.