Cholesterin natürlich senken zum Schutz der Gefäße

Ein entscheidender Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen, wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, sind erhöhte Cholesterinwerte. Daher solltest du einem erhöhten Cholesterinspiegel schon frühzeitig entgegenwirken. Sind deine Cholesterinwerte nur wenig erhöht, kann durch eine Veränderung des Lebensstils eine Menge verändert werden. Der Einsatz von Naturstoffen kann zudem höchsteffizient zur Senkung eines erhöhten Cholesterinspiegels beitragen.

Inhalt:

Ein Maßband ist um einen Apfel gelegt

Mit natürlichen Mitteln Cholesterinwert auf natürliche Weise senken

Ein zu hoher Cholesterinwert ist nicht schmerzhaft und wird meist erst festgestellt, wenn der Arzt eine Blutuntersuchung veranlasst. Wenn der Wert zu hoch ist, sollte dies auf jeden Fall ernst genommen werden. Der behandelnde Arzt wird mit dir besprechen, wie das Cholesterin wieder zu senken ist.

Besonders hilfreich können Nahrungsergänzungsmittel sein. Stimmt die Qualität, können diese nach Studien einen positiven Effekt auf deine Cholesterinwerte haben. Besonders empfehlenswert dabei ist der rote Reis. Dieser wird in der TCM bereits seit Jahrhunderten als Heilmittel verwendet und bildet durch die Fermentation unter anderem den Naturstoff Monacolin K. Dieses hemmt die körpereigene Cholesterinsynthese in der Leber und trägt so zu einem normalen Spiegel des gesamten und des LDL-Cholesterins bei. Eine tägliche Zufuhr von 10 mg Monacolin K sollte jedoch beachtet werden.

Das Herz-Kreislaufsystem, das Gleichgewicht der Elektrolyte, dein Energiestoffwechsel, die Muskelfunktion sowie das Nervensystem und die Psyche werden zusätzlich positiv vom Magnesium beeinflusst. Wichtig ist es hier, eine für den Körper gut verwertbare Form (z. B. Magnesiumcitrat) auszuwählen.

Welche Lebensmittel sind bei zu hohem Cholesterinwert empfehlenswert?

Hier findest du einige Lebensmittel, die sich neben dem roten Reis positiv auf deine Cholesterinwerte und die Gesundheit auswirken können:

In diesem Zusammenhang sind Omega-3-Fettsäuren zu erwähnen, die du unter anderem aufnimmst, indem du Lebensmittel, wie fettreichen Seefisch, Lachs oder Makrele und Nüsse in deine Ernährung einbindest. Aber Achtung, sehr viel Cholesterin ist in Krustentieren, Aal oder geräuchertem Fisch enthalten. Außerdem solltest du möglichst auch auf Alkohol verzichten oder wenigstens den Konsum auf ein Mindestmaß reduzieren, denn auch Alkohol kann den Cholesterinspiegel erhöhen.

Was sind Omega 3 Fettsäuren und haben diese eine cholesterinsenkende Wirkung?

Omega 3 Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren und müssen täglich über die Nahrung aufgenommen werden. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Eicosapentaensäure (EPA), Docosahaexensäure (DHA) und Alpha-Linolensäure (ALA). Diese Fettsäuren sind für einen optimalen Stoffwechsel und ein gesundes Herz-Kreislauf-System unentbehrlich. Zu ihren wichtigsten Eigenschaften gehört außerdem ihre positive Wirkung auf die Haut, das Gehirn, das Muskel-Skelett-System sowie das Immunsystem.

Sie verringern die Bildung entzündungsfördernder Stoffe und stärken mentale und visuelle Fähigkeiten. Hervorragende Omega 3 Fettsäure Lieferanten sind Pflanzenöle aus Leinsamen, Raps und Soja sowie fettreiche Seefische.

Für wen sind Omega 3 Fettsäuren besonders wichtig?

Hohe Omega 3 Dosierungen, welche nur durch ein Nahrungsergänzungsmittel erreicht werden können, verbessern die Blutfette. Sie tun das, indem die Triglycerid- oder Fettwerte gesenkt werden und indem der HDL-Wert („guter“ Cholesterinwert, welcher Cholesterin aus dem Blut entfernt) gesteigert wird. Sie senken allerdings nicht den gesamten LDL („schlechten“) Cholesterinwert. Diese Verbesserung der Blutfette ist vor allem für Menschen mit Diabetes Typ 2 wichtig, die hohe Triglyceridwerte und niedrige HDL-Werte aufweisen. Zudem sind sie wichtig für:

  • Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arteriosklerose oder erhöhten Blutfettwerten
  • Schwangere und stillende Frauen
  • Menschen, die unter Rheuma, Arthritis, Morbus Crohn oder einer anderen entzündlichen Erkrankung leiden
  • Personen, die sich fast fettfrei ernähren
  • für Diabetiker
  • Menschen, die unter Hauterkrankungen leiden
  • Personen mit einem erhöhten Alkoholkonsum
  • bei Depressionen oder Alzheimer

Viele Menschen haben ein Problem mit der Verträglichkeit von Omega-3-Fettsäuren aus dem Fisch bzw. leiden unter nach Fisch riechendem Aufstoßen nach der Einnahme der Kapseln. Hier kommt die gute Nachricht: Bei Nahrungsergänzungsmitteln treten die genannten unangenehmen Begleiterscheinungen nicht auf. Die Verträglichkeit ist im Allgemeinen sehr gut. Wenn eine gesunde Ernährung und genügend Sport nicht ausreichend sind, um den erhöhten Cholesterinwert zu senken, können auch Medikamente, sogenannte Statine, verabreicht werden. Diese können allerdings mit erheblichen Nebenwirkungen einhergehen. Besonders bei Menschen, die ein erhöhtes Risiko haben, an Arteriosklerose zu erkranken, ist es ratsam, den Cholesterinspiegel kontinuierlich durch einen Arzt beobachten zu lassen.

Was ist eigentlich Cholesterin?

Für unseren Körper ist Cholesterin grundsätzlich lebensnotwendig. Es wird zur Hormonproduktion sowie zum Schutz ihrer Zellwände gebraucht. Cholesterin wird vom Körper selbstständig in genügender Menge produziert. Außerdem nehmen wir Cholesterin über unsere tägliche Nahrung auf. Vor allem tierische Fette enthalten viel natürliches Cholesterin.

Cholesterin ist biochemisch betrachtet ein Fett. Damit gehört es zu den Lipiden. Man unterscheidet zwischen „schlechtem“ LDL-Cholesterin (LDL = Low Density Lipoprotein) und dem „guten“ HDL-Cholesterin (HDL = High Density Lipoprotein). Die LDL-Segmente transportieren das Cholesterin von der Leber in die Organe, die HDL-Segmente transportieren es zur Beseitigung wieder zurück zur Leber. Wenn zu viel LDL-Cholesterin vorhanden ist, verschiebt sich dadurch das Gleichgewicht zwischen LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin. Dadurch kann dieser Vorgang behindert werden. So kommt es dazu, dass sich LDL-Cholesterin an den Wänden der Gefäße ablagert. Die Gefäße verengen sich und es kann eine Arteriosklerose entstehen, im Volksmund auch "Gefäßverkalkung" genannt.

Die Auswirkungen einer Arteriosklerose können gefährlich sein. Ist der Blutfluss vermindert oder das Gefäß vollständig verschlossen, kann dies zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie beispielsweise Schlaganfall, Herzinfarkt, Thrombose und plötzlichem Herztod führen.

Sie sollten daher darauf achten, dass der Cholesterinspiegel, insbesondere der Wert des LDL-Cholesterins, niedrig ist. Daher sollte ein Gesamtcholesterinwert von 200 mg/dl oder niedriger erstrebt werden. Der LDL-Cholesterinwert sollte sich auf höchstens 160 mg/dl belaufen.

Zusammenhang zwischen Cholesterin und Herz-Kreislauferkrankungen

Die Anzahl der Herz-Kreislauferkrankungen nimmt mit steigendem Alter der Menschen zu. In den mittleren Lebensjahren sind häufiger Männer als Frauen betroffen. Das vielschichtige und hoch spezialisierte Gefäßsystem kann lediglich fehlerfrei funktionieren, wenn es intakt ist. Es gesund zu erhalten ist nicht immer einfach, denn viele unterschiedliche Faktoren können zu einer Schädigung führen. Nicht beeinflussbare Faktoren sind etwa fortgeschrittenes Alter oder eine erbliche Veranlagung. Doch auch viele Risikofaktoren, die oftmals Folge des westlichen Lebensstils sind (z. B. Übergewicht, erhöhte Cholesterinwerte), spielen dabei eine große Rolle.

HDL-Cholesterinwert mit Sport erhöhen

Willst du deinen Cholesterinwert dauerhaft senken, so ist es wichtig, neben einer angepassten, gesunden Ernährung auch für genügend Bewegung zu sorgen. Beim Joggen, Fußball, Schwimmen, Yoga oder Radfahren wird die Herzfrequenz erhöht und führt dazu, dass der HDL-Wert im Körper nachhaltig erhöht wird.

Selbstverständlich musst du nicht von heute auf morgen zum Spitzensportler werden und deinen Körper überanstrengen. Es ist völlig ausreichend, wenn du dich ab und zu etwas mehr bewegst als gewöhnlich, etwa für eine halbe Stunde joggen gehen oder sich manchmal eine Stunde im Schwimmbad gönnen. Ein moderates Ausdauertraining ist ideal, wenn du es zwei- bis dreimal wöchentlich für eine halbe Stunde in dein Leben integrierst.

Nimm Bewegung in den Alltag auf! Es kann sich schon positiv auf deine Gesundheit auswirken, wenn du kleine Einheiten in den Alltag einbaust. Ideal dafür ist die Mittagspause, während der du einen kleinen Spaziergang um den Block machen kannst. Auch ein Verdauungsspaziergang nach dem Abendessen ist eine gute Möglichkeit, um sich zu bewegen. Ebenso hilfreich sind Kleinigkeiten, wie etwa statt die Rolltreppe oder den Fahrstuhl zu benutzen, ganz einfach die Treppe zu nehmen.

Mit Bewegung und einer gesunden Ernährung wirst du auch überflüssige Pfunde los, die deinen Cholesterinspiegel ebenfalls negativ beeinflussen können.

Sport im Alter