Wie geht man mit stetigem Zeitdruck am Arbeitsplatz um?

Die E-Mails stauen sich. Das Telefon klingelt. Die Kollegen warten. Zeitdruck am Arbeitsplatz ist unvermeidlich. Hin und wieder finden wir uns im Job in einer Lage wieder, in der wir zu viele Aufgaben zu erledigen, aber zu wenig Zeit haben. Diese und ähnliche Situationen können dazu führen, dass Menschen ein hohes Maß an Stress und Leistungsdruck empfinden, was im schlimmsten Fall zum Burn-out führen kann. In diesem Beitrag geben wir Tipps, wie du die Ruhe bewahren und dein Zeitmanagement verbessern kannst.

Eine verzweifelt wirkende junge Geschäftsfrau hält eine übergroße Uhr über ihrem Kopf und symbolisiert so Zeitdruck am Arbeitsplatz.

Bist du dir bewusst, wie sich Zeitdruck am Arbeitsplatz auf dich auswirkt?

Die Arbeit hat für viele Menschen Einfluss auf die Gesundheit. Dies kann sich in psychischen Belastungen zeigen, doch oft genug wirkt sich Arbeitsbelastung durch mangelndes Zeitmanagement auch physisch aus. Wenn die Aufgaben auf der To-do-Liste einfach immer mehr werden, ergibt sich daraus mit zunehmender Zeit eine Form der Belastung, die Betroffenen den Spaß am Job vermiesen kann. Solch ein ständiger Zeitdruck am Arbeitsplatz wirkt sich früher oder später auf den ganzen Betrieb aus. Achte darauf, wenn du dich am Ende des Tages psychisch und emotional erschöpft fühlst! Eine langfristige Belastung durch unkontrollierten Stress auf der Arbeit kann dem Körper und der psychischen Gesundheit schaden. Hier sind einige der subtileren Anzeichen dafür, dass du deine Prioritäten und dein Zeitmanagement optimieren solltest:

  • geringe Energie oder Müdigkeit,
  • Kopfschmerzen,
  • psychische Belastung oder Depression,
  • Schlaflosigkeit,
  • Veränderungen im Appetit,
  • Verdauungsprobleme,
  • geringes Selbstwertgefühl,
  • Verlust des Sexualtriebs,
  • häufiger krank.
Eine Frau am Schreibtisch wird mit Aufgaben von Kollegen und Vorgesetzten überladen.

Triffst du gesunde Entscheidungen? 

Manche Menschen verarbeiten ständigen Stress und psychische Belastungen am Arbeitsplatz, indem sie sich Gewohnheiten zulegen, die ihre Gesundheit nicht verbessern, sondern verschlimmern. Es stimmt zweifellos, dass zu viel Belastung im Job zu einem Zusammenbruch der Work-Life-Balance und damit zu psychischer Instabilität im beruflichen und privaten Leben führen kann. Daher ist es so wichtig, seine Aufgaben und Prioritäten im Rahmen eines angemessenen Zeitmanagement zu planen.

Jeder Arbeitnehmer sollte sein Bestes tun, wenn er gestresst ist, dagegen anzukämpfen und nicht den unrealistischen Anforderungen, ständig effizient sein zu müssen und dabei alle möglichen Aufgaben zu erledigen, zu erliegen! Die besten Tipps, um das zu erreichen?

  • Ernähre dich gesund,
  • nimm ein Hobby auf,
  • verbringe mehr Zeit in der Sonne,
  • halte dich fit,
  • sei regelmäßig an der frischen Luft
  • und so weiter!

Stelle außerdem sicher, dass Schlaf eine höhere Priorität in deinem Leben bekommt, als deine Arbeit! Lerne, Gewohnheiten fallenzulassen, die deinen Schlaf stören könnten! Dazu gehört zum Beispiel die Einnahme von Koffein einige Stunden vor dem Schlafengehen und der Umgang mit deinem Telefon im Bett.

Eine zufrieden wirkende junge Frau sitzt vor einem Laptop und macht Entspannungsübungen gegen Zeitdruck im Job.

Was hältst du von Entspannungsstrategien gegen Stress am Arbeitsplatz? 

Entspannung hilft, den physiologischen Auswirkungen der Kampf-oder-Flucht-Reaktion entgegenzuwirken. Diese kann sich bei Beschäftigten von großen Unternehmen ebenso einstellen, wie bei Mitarbeitern von kleinen Firmen, wenn Zeitdruck am Arbeitsplatz herrscht. Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung arbeiten Firmen heute schon gezielt daran, ihren Angestellten, vom Hausmeister bis zum Chef, mithilfe von Entspannungsstrategien wie der progressiven Muskelentspannung oder durch autogenes Training dabei zu helfen, die mit dem Zeitdruck verbundene Muskelspannung zu reduzieren. Dies mindert bei Beschäftigten häufig zugleich auch die psychische Belastung und sorgt für mehr Harmonie am Arbeitsplatz, je mehr Mitarbeiter sich daran beteiligen. 

Kann ich das gleich ausprobieren? Einfache Übung für eine entspannte Arbeit

Du bist gerade auf der Arbeit und hast Bedarf, deine psychische Belastung statt durch das erneute Scrollen in deinen Social Media Kanälen lieber durch eine schnelle Übung zu lindern? Warum auch nicht, so ein Tipp ist bestimmt einfacher umzusetzen als auf die Schnelle ein Seminar zum Thema Zeitmanagement zu buchen.

  1. Also setz dich bequem hin und schließe die Augen!
  2. Arbeite von den Beinen aufwärts und spanne systematisch jede Hauptmuskelgruppe an!
  3. Halte die Spannung zehn Sekunden lang, lasse die Spannung 20 Sekunden lang los!

Jedes Mal, wenn du die Muskelspannung löst, denke "entspannen" in deinem Geist. Diese Übungen und viele andere Entspannungsstrategien, insbesondere in Kombination mit einem gut durchdachten Zeitmanagement, können helfen, psychische Belastungen auf der Arbeit zu reduzieren.

Eine unzufrieden aussehende Frau leidet unter ihrem Zwang zum Perfektionismus.

Kannst du den Perfektionismus am Arbeitsplatz loslassen?

Wenn du diese Präsentation genau richtig hinbekommen musst oder dich dabei ertappst, wie du extra Stunden daran arbeitest, einen Bericht zu perfektionieren, den du vor Tagen fertiggestellt hast, ist es vielleicht an der Zeit, einen Schritt zurückzutreten und zu reflektieren. Solch eine Einstellung ist der ideale Nährboden für psychische Belastungen am Arbeitsplatz, die schnell im Burnout enden können.

Perfektionismus hat zwar einige positive Aspekte, kann aber auch sehr stressig sein und das Zeitmanagement ruinieren. Versuche, deine hohen Ansprüche im Zaum zu halten, indem du dich auf den Aufwand konzentrierst, den du in ein Projekt steckst! Nimm Misserfolge bei der Arbeit nicht persönlich, wenn du einen Fehler machst!

Eine junge, glückliche Geschäftsfrau arbeitet am Computer und wirft Papiere im Home Office umher.

Kann man unter Zeitdruck arbeiten?

Auf jeden Fall. Allerdings mit dem richtigen Maß an Zeitdruck, sonst wird aus positivem Stress ganz schnell negativer Stress. Es ist sogar ziemlich wichtig, dass ein bestimmtes Maß an Stress in einer Arbeitsumgebung vorhanden ist, da dies die Mitarbeiter motiviert, mehr zu leisten und dadurch produktiver zu sein. Allerdings muss man hier eine wichtige Unterscheidung treffen: Ist Druck das Gleiche wie Stress? Nein, es ist nicht das Gleiche wie Stress. Druck auf der Arbeit ist ein zweischneidiges Schwert, das entweder gut oder schlecht sein kann, während Stress nur schlecht ist. Stress ist das, was passiert, nachdem man zu viel Druck ausgesetzt war. Er kann zu verschiedenen negativen Auswirkungen führen, wenn er nicht richtig bewältigt wird.