Ernährung bei Akne als Hilfe bei Pickeln, Mitessern und entzündeter Haut

Zum Erwachsenwerden gehört leider auch eine Phase mit Pickeln, Mitessern und allgemein unreiner Haut dazu. Bei den meisten Jugendlichen verschwinden diese wieder. Bei manchen Menschen tritt die Akne aber schlimmer auf und kehrt auch im Erwachsenenalter zurück. Wir verraten, welche wichtige Rolle eine gesunde Ernährung mit hochwertigen Lebensmitteln bei der Hautkrankheit spielt. 

Frau mit Schokolade und Akne

Welche Rolle spielt Ernährung bei Akne?

Der Übergang von der Kindheit in ein selbständiges Erwachsenenleben wird leider von unangenehmen Erscheinungen begleitet. Wenn die Hormone verrücktspielen, ist das auch an der Haut zu sehen. Schuld an Pickeln, Mitessern oder schlimmeren Entzündungen sind die Hormone. Vor allem Androgene (männliche Hormone) sorgen dafür, dass zu viel Talg und in Folge auch Hornzellen produziert werden. Der überschüssige Talg schließt Schmutzpartikel, Erreger oder Bakterien in der Haut ein. Verstopfte Poren in der Haut entzünden sich dadurch. Eine hochwertige und gesunde Ernährung kann den Verlauf der Entzündungen eindämmen. 

  • Vegane oder vegetarische Kost: Fleisch, Milch und Eier wirken auf die Hormone ein. 
  • Frisches Obst und Gemüse und Vollkornprodukte unterstützen den Darm und die Vitalität und den Schutz der Haut.
  • Hochwertige Pflanzenöle, Hülsenfrüchte oder Nüsse liefern wertvolle Fettsäuren, die gegen Entzündungen helfen. 

Ausgelöst wird Akne aber nie durch falsche Nahrung. Es sind immer Hormone, die dafür den Anstoß geben. Mit bestimmten Nahrungsmitteln kann aber versucht werden, das hormonelle Gleichgewicht wieder ins Lot zu bringen. Eine auf die Haut abgestimmte medizinische Therapie oder eine kosmetische Behandlung kann aber gut unterstützen. 

  • Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren als Ernährung bei Akne
  • Hafermilch als Alternative bei Ernährung gegen Akne
  • Grünes Gemüse für Ernährung bei Akne
Pflanzliche Fette, vegane Milch und frisches Gemüse können bei Akne unterstützen.

Welche Bestandteile und Nährstoffe sind gut für die Haut?

Unschöne Pustel, Mittesser und Co. auf der Haut sind das Resultat von Entzündungen. Eine antientzündliche Ernährung mit hochwertigen und gesunden Lebensmitteln kann deinen Körper und deine Haut von innen her bestens unterstützen. Antientzündliche Ernährung, die freie Radikale bindet, findet sich in allen wichtigen Ernährungsgruppen. Die wichtigsten Bestandteile von Lebensmittel für ein verbessertes Hautbild sind

  • Ballaststoffe,
  • Omega-3-Fettsäuren,
  • Antioxidantien,
  • Vitamine (Vitamin B12, Vitamin A, Vitamin E und Vitamin C) und
  • Zink.

Frisch, komplex und unbehandelt: Nahrungsmittel für eine reine Haut

Pflanzliche Öle, wie Walnussöl, Leinöl, Fischöl, Algenöl oder Hanfsamenöl, sollten in der Ernährung bei schlechter Haut den Platz von raffinierten Ölen mit schädlichen Transfetten einnehmen. Sie enthalten viele Omega-3-Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren, die Entzündungen auf der Haut abklingen lassen.

Chia-Samen, Kurkuma, Ingwer und Oregano, Fisch (Lachs, Makrele, Hering), Salat, Obst und viel Gemüse (Radieschen, Spinat, Karotten, Fenchel, Broccoli, Artischocken, Paprika) wirken ebenfalls entzündungshemmend. Bei Kohlenhydraten sind jene am besten, die nicht so schnell ins Blut gehen und den glykämischen Index in die Höhe schnellen lassen. Der Blutzuckerspiegel spielt eine große Rolle bei der Hormonproduktion.

Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte oder Urgetreide wie Dinkel oder Hafer gehören zu den komplexen Kohlenhydraten. Sie machen nicht nur länger satt und regulieren den Blutzuckerspiegel: Enthaltenen Ballaststoffe regen auch die Darmtätigkeit an.

Die Darmgesundheit spielt bei der Haut ebenfalls eine große Rolle. Mohnsamen, Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne enthalten auch viel Zink, das bei Entzündungen hilft.

Bitterstoffe in Löwenzahn, Artischocken oder Grapefruit kurbeln die Entwässerung an, wodurch Giftstoffe ausgeschwemmt werden.

Zum Trinken eignet sich bei Hautproblemen am besten grüner Tee. Er macht frisch und munter, spendet Antioxidantien und wirkt entzündungshemmend.

Übergewicht kann zu unreiner Haut führen, da Bauchfett meist entzündetes Fett ist.

Frau mit Teekanne vor dem Bauch als Ernährung gegen Akne

Fast Food, Alkohol und Snacks: Finger weg von diesen Lebensmitteln

Es gibt Nahrungsmittel, die bei Entzündungen nicht sehr förderlich sind. Verdächtige Lebensmittel bei zu Unreinheiten neigender Haut sind: 

  • Fleisch: Vor allem Rindfleisch spendet zwar wertvolles Zink, sollte bei Problemen mit dem Hautbild aber nur ganz wenig gegessen werden. Auch Schweinefleisch begünstigt Entzündungen.
  • Zucker: Einfache Kohlenhydrate, wie Zucker und Weißmehl, sollten ebenfalls, so gut es geht, vom Speiseplan gestrichen werden. Sie lassen den glykämischen Index und die Insulinproduktion zu stark ansteigen. Sie finden sich sehr oft versteckt in Fertigprodukten, Getränken, Fast Food oder Wurstwaren. Sogar in Salatsaucen kommt viel Zucker vor, da er als Konservierungsmittel dient.
  • Snacks: Kuchen, Chips und Süßigkeiten enthalten viel schlechtes Fett und Zucker, was unreine Haut begünstigt. Schokolade hat aber zu Unrecht einen schlechten Ruf. Schokolade mit mehr als 70 Prozent Kakaoanteil liefert sogar wertvolle Antioxidantien und kann auch die Stimmung heben. Bei billiger Schokolade sind es eher schlechtes Fett und Zucker, die Pickel begünstigen.
  • Milchprodukte und Co.: Lebensmittel tierischer Herkunft wie Milch, Eier und Milchprodukte können reine Haut gefährden. Mandelmilch, Sojamilch oder Hafermilch sind ein guter Ersatz und liefern wertvolle Vitamine und Ballaststoffe. Milch zählt auch zu den Lebensmitteln, die die Ausschüttung von Insulin ankurbeln.

Ein Umstieg auf eine ausgewogene, vegane Ernährung kann schon nach kurzer Zeit viel zu einer reinen Haut beitragen – bei Jugendlichen wie Erwachsenen.

Vollkornprodukte gegen unreine Haut

Wenn die Hormone verrücktspielen: Die Haut in der Pubertät

Der Höhepunkt von jugendlicher Akne in der Pubertät liegt bei ungefähr 17 Jahren. Bei den meisten Jugendlichen verschwinden Mitesser und entzündete Pickel auf Stirn und Nase aber nach wenigen Monaten wieder. Hier handelt es sich um physiologische Akne, eine sehr milde Form. Bei klinischer Akne ist die Haut an mehr Körperregionen betroffen. Entzündete Knoten, Papeln, Pickel und Mitesser können sich auf die Brust, den Rücken und den Hals ausbreiten. Das ist nicht nur sehr schmerzhaft, es kann auch zu psychischen Belastungen und Narben führen. Bei etwa einem Drittel aller jungen Menschen verläuft die Akne schwer. Ein Zehntel davon hat auch noch nach dem 25. Lebensjahr Beschwerden.

Nur durch eine Ernährungsumstellung wird die ausgeprägte Form von Akne nicht verschwinden. Sie kann den Verlauf aber mildern und dafür sorgen, dass medizinische oder kosmetische Behandlungen noch besser greifen können. Gesunde Ernährung wirkt sehr direkt und langfristig auf das allgemeine Wohlbefinden ein und kann auch Stress reduzieren, der ebenfalls großen Einfluss auf deine Haut und ihre Gesundheit hat. 

Frau am Schreibtisch überfordert fördert Akne durch Stress

Psyche und Lifestyle: Akne bei Erwachsenen

Männliche Jugendliche sind in der Pubertät häufiger von Akne betroffen als weibliche. Allerdings gibt es eine Spätform der unreinen Haut, (Akne tarda) die geschätzt bei jeder vierten bis fünften Frau zwischen 25 und 45 Jahren vorkommt. Warum das so ist, weiß man nicht ganz genau. Als Ursachen für die Erwachsenen-Akne werden folgende Faktoren angenommen:

  • Stress,
  • hormonelle Schwankungen (Schwangerschaft, Menstruation, Wechseljahre),
  • Medikamente (Cortison, Antiepileptika, Antidepressiva).

Viele Frauen beobachten in den Tagen vor der monatlichen Regelblutung eine Tendenz zu Pickeln oder Hautunreinheiten. Das liegt vermutlich in einer Überempfindlichkeit gegenüber den männlichen Geschlechtshormonen, den Androgenen. Sorgen und permanenter Stress führen dazu, dass der Körper vermehrt Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Das verstärkt die Wirkung männlicher Hormone auf die Talgdrüsen. Entzündungen entstehen so leichter und Pickel und Mitesser tauchen auf. Aber auch Männer können in späten Jahren noch mit Akne zu kämpfen haben. Neben einer ausgewogenen Ernährung mit vielen Antioxidantien und B-Vitaminen ist es für Erwachsene auch wichtig, sich bei Genussmitteln zurückzuhalten. Alkohol, Koffein und Nikotin sorgen für noch mehr Stress im Körper. Das zeigt sich schnell am Hautbild.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.