Warum ist Zucker schlecht für die Haut?

Zu viel Zucker in der Ernährung macht sich nicht nur auf der Waage bemerkbar, sondern auch auf der Haut. Denn Zucker ist das perfekte Futter für unreine Haut und kann zudem zur schnelleren Hautalterung führen. In diesem Artikel verraten wir dir, warum das so ist, weshalb sich eine zuckerfreie Ernährung lohnt und wie das am besten klappt.

Junge Frau mit strahlend schöner Haut.

Zucker: Warum solltest du das süße Gift lieber meiden?

Zucker ist nicht per se schlecht. Eigentlich ist er ein wichtiger Energielieferant, das gilt allerdings nur, solange wir die aufgenommene Energie auch verbrauchen. Ein Stück Schokolade hat eine ganz andere Auswirkung als eine ganze Tafel. Wie so oft macht die Dosis das Gift.

Leider steckt Zucker mittlerweile in den meisten Lebensmitteln. Egal ob Süßigkeiten, Tiefkühlware oder Salatsauce, ob als Fruchtzucker, Haushaltszucker, Weißmehl oder Alkohol. Jede Form von Kohlenhydraten wird im Körper in Zucker umgewandelt, das passiert aber unterschiedlich schnell. Denn komplexe Kohlenhydrate, wie beispielsweise aus Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und kohlenhydrathaltigem Gemüse, müssen erst aufgespalten werden und stehen dem Körper damit nicht so schnell als Energie zur Verfügung. Der Zucker gelangt dadurch langsamer in die Blutbahnen.

Anders verhält es sich mit den sogenannten Einfachzuckern, die du in stark raffinierten Kohlenhydraten wie dem Haushaltszucker oder Weißmehl findest. Sie lassen deinen Insulinspiegel schnell in die Höhe steigen und ebenso schnell wieder abfallen. Dadurch sind nicht nur Heißhunger und schlechte Laune vorprogrammiert.

Ist der Zuckerkonsum und damit auch dein Blutzuckerspiegel durchgehend hoch, kann sich eine Insulinresistenz entwickeln, die im schlimmsten Fall zu Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. Zudem geraten der Hormonhaushalt und deine Darmflora schnell aus dem Gleichgewicht, was neben der Glykation ein Hauptgrund für ernährungsbedingte schlechte Haut ist. Das weiße Gold lässt auch die Haut schneller altern. Mit einer gesunden und zuckerfreien Ernährung hingegen kannst du die Hautalterung verlangsamen und für schöne und reine Haut sorgen.

Warum ist Zucker schlecht für deine Haut?

Unreine Haut, wie Pickel und Mitesser, aber auch Akne entstehen meist durch Entzündungen. Bei einem hohen Zuckerkonsum werden diese Entzündungen zusätzlich gefördert. Insulin beispielsweise kann die Produktion von männlichen Hormonen im Körper anregen. Diese männlichen Hormone führen meist zu einer stärkeren Talgproduktion, durch die die Poren der Haut verstopfen. Das ist der perfekte Nährboden für Mittesser, Pickel und Co., auch Akne kann sich dadurch verschlimmern.

Wenn wir zu viel Zucker in Form von Süßigkeiten oder auch Alkohol zu uns nehmen, steigt auch der oxidative Stress im Körper. Darunter leidet vor allem die Darmflora. Ein gesunder und gut funktionierender Darm ist aber extrem wichtig für gesunde Haut, Haare und Nägel. Denn nur, wenn der Darm gut funktioniert, können die wichtigen Nährstoffe und Vitamine aus der Nahrung dem Körper zur Verfügung gestellt werden. Eine gesunde Ernährung ist also nur dann wirksam, wenn auch der Körper gesund ist. Ist der Darm erst einmal im Ungleichgewicht, zeigt sich das oft an der Haut. Nicht nur unreine Haut, sondern auch Akne steht im Verdacht, durch eine geschädigte Darmflora begünstigt zu werden. 

Warum ist eine zuckerfreie Ernährung die beste Anti-Aging-Pflege?

Ein weiteres Problem bei einem durchgehend hohen Blutzuckerspiegel ist die Verzuckerung der Haut. In der Fachsprache wird die Verzuckerung als Glykation bezeichnet. Die Glykation ist eine chemische Reaktion, bei der die überschüssigen Zuckermoleküle an die Proteine deiner Haut wie Kollagen und Elastan gebunden werden. Kollagen und Elastan sind sehr wichtig für eine schöne und straffe Haut. Bei der Glykation können sie aber ihre Funktion nicht mehr richtig ausführen. Die negativen Folgen, die Haut wirkt steif, fahl, glanzlos und unflexibel.

Es bilden sich viel schneller tiefe Falten auf der Haut, die dich optisch altern lassen, auch Cellulite kann verstärkt auftreten. Da helfen auch noch so teure Anti-Aging-Mittel nichts. Mit der richtigen Ernährung und einem gesunden Leben kannst du also auch der Hautalterung entgegenwirken.

Frau mit zuckerfreiem Salat lächelt

Gesund und zuckerfrei: Was ist die beste Ernährung für deine Haut?

Für ein ebenmäßiges und schönes Hautbild lohnt es sich, direkt bei der Ernährung anzusetzen, denn was wir essen, zeigt sich deutlich auf unserer Haut. Ein super Nebeneffekt: Du kannst gleichzeitig auch noch abnehmen, wenn du dich zuckerfrei ernährst. Für eine optimale Ernährung gegen die Hautalterung solltest du vor allem auf frische und unverarbeitete Lebensmittel setzen, die möglichst wenige Entzündungen herrufen. Das heißt vor allem:

  • ballaststoffreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und vor allem viel Gemüse
  • wenig bis keine Milch und Milchprodukte (vor allem bei Akne)
  • gute Omega-3-Fettsäuren aus Leinöl, Nüssen und Fisch
  • entzündungshemmende Lebensmittel und Gewürze, wie Zwiebeln und Knoblauch oder Kurkuma
  • fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi oder Miso können deine Darmbakterien stärken

Ein gesundes Leben heißt aber nicht, dass wir auf alles Leckere verzichten müssen und gar nichts Süßes mehr essen dürfen. Obst ist ebenso süß, versorgt dich aber gleichzeitig mit wichtigen Vitaminen und Ballaststoffen, die dich länger satt halten. Achte beim Obst vor allem auf Sorten mit weniger hohem Zuckeranteil, wie Beeren oder saure Apfelsorten! Trockenobst eignet sich super als Ersatz für Haushaltszucker beim Backen. Wenn es doch mal ein Stück Schokolade sein soll, dann wähle am besten eine Schokolade mit 80 Prozent Kakao! In Naturkostläden bekommst du auch Schokolade mit Kokosblütenzucker. Er hat einen niedrigeren glykämischen Index und lässt deinen Blutzucker nicht so schnell in die Höhe steigen. 

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.