Thai Massage: Ganzkörpermassage basierend auf traditionellem Wissen

Die Thai Massage, die ursprünglich als Nuad Phaen Boran bezeichnet wurde, ist eine thailändische Massagetechnik. Sie kombiniert Akupressur, Dehnung, Energiearbeit und Meditation. Sie zählt zu den fernöstlichen Behandlungsmethoden und hat ihren Ursprung in Indien in der ayurvedischen Medizin. In vielen Ländern, wie zum Beispiel in Thailand, gehört die Thai Massage zur Kultur und ist ein fixer Bestandteil des Tages. Sie wird hier in der Familie ebenso angewandt wie in Krankenhäusern oder wenn auch in einer etwas abgewandelten Form, in der Tourismusbranche angeboten. Als vorbeugende Maßnahme wird die Thaimassage in der Regel nicht eingesetzt, um Krankheiten zu heilen oder Beschwerden zu lindern, sondern um das Auftreten dieser zu verhindern. Wir haben für dich Wissenswertes und Tipps zu dieser Technik.

Eine Frau ist bei einer Thai Massage

Was ist Thai Massage?

Die Wirkungsweise dieser Massage unterscheidet sich nach der traditionell asiatischen Lehre und der wissenschaftlichen Sichtweise. Nach der traditionellen Lehre liegen dieser Form der Massage 72.000 Energielinien aus dem ayurvedischen System zugrunde. Zehn dieser Energielinien werden bearbeitet. Die sogenannten Hauptmeridiane verlaufen bei der thailändischen Massage von der Bauchnabelgegend aus in unterschiedliche Richtungen im Körper. Die traditionelle Thai Massage sorgt dafür, dass durch Bewegung und Streckung eventuelle Blockaden dieser Meridiane gelockert und befreit werden. Eine erfahrene Masseurin kann diese Blockaden in Form von Schmerz oder Unbeweglichkeit erkennen oder spüren. Anders als bei der herkömmlichen Massage werden nicht einzelne Energiepunkte behandelt, sondern die gesamten Meridiane. Dadurch wird dem Menschen Prana, also Lebensenergie, zugeführt.

Bei der traditionellen Thai Massage erfolgt das über die Atmung bei verschiedenen Dehnpositionen oder Druckmassagen. Durch den Druck auf bestimmte Punkte wirkt sich die Behandlung positiv auf physische Leiden wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Schlafstörungen usw. aus. Aus wissenschaftlicher Sicht sorgt diese traditionelle Art der Massage für eine bessere Blutzirkulation und Muskelentspannung. Durch das Einnehmen von Yogapositionen wird die Haltung  positiv beeinflusst und die Durchblutung angeregt. Da der Körper in alle möglichen Richtungen gedehnt wird und auf die Energielinien ein Druck ausgeübt wird, kann man auch an seine Schmerzgrenze gelangen, die aber keinesfalls überschritten werden darf. Das Wissen, dass Muskelstränge und Nervenbahnen zusammenhängen, wird effektiv für einen optimalen Behandlungserfolg genutzt. Daher erfolgt die Massage stets am ganzen Körper und es werden nicht nur einzelne Partien behandelt. 

Zwei Frauen machen eine Massage (Thai Massage)

Unterschiede der Thai Massage zur klassischen Massage

Von der klassischen Massage unterscheidet sich die thailändische Massage neben den unterschiedlichen Behandlungsabläufen vor allem dadurch, dass der Klient bekleidet bleibt. Dadurch kann auch ohne Öl massiert werden und die Masseurin behält einen festen Griff. Außerdem erweist sich das als entspannender und angenehmer. Ausgeübt wird die traditionelle Thai Massage am Boden auf einer Matte. Das Körpergewicht des Behandelnden wird optimal eingesetzt, wodurch sich durch Druck-, Kraft- und Energieübertragung ein hoher therapeutischer Nutzen erzielen lässt.

Ein weiterer Unterschied der Massage im Bereich des Thai Wellness zur herkömmlichen Massage liegt darin, dass die behandelte Person aktiv an den Massage-Techniken beteiligt ist und mitwirkt. Gemeinsam mit der Masseurin lernt er die richtigen Dehnungs- und Streckpositionen, um den Körper wieder mit Energie und Entspannung zu versorgen.

Zwei Frauen führen eine Thai Massage durch

Für wen eignet sich Thai Massage?

Thailändische Massagen sind grundsätzlich für jeden geeignet, da es sich um eine ganzheitliche Behandlungsform handelt. Ältere oder steifere Personen profitieren ebenso von der Thaimassage wie Menschen mit allgemeinen Bewegungseinschränkungen oder Fehlhaltungen. Des Weiteren sorgen sie bei muskulären Verspannungen, stressbedingten Krankheiten, neurologischen Störungen oder Beschwerden unterschiedlichster Arten für mehr körperliches und seelisches Wohlbefinden. Von Bedeutung ist auch die Tatsache, dass der Massagevorgang bei der Thaimassage mit einer Dauer von 60 bis 90 Minuten individuell auf jeden Einzelnen abgestimmt wird. In größeren Städten gibt es diverse Institute, die diese Techniken anbieten. Eine gute Vorbereitung und auch ein persönliches Gespräch mit der Masseurin sind unumgänglich. 

Zwei Frauen führen die Massagetechnik Thai Massage durch

Wie oft zur Thai Massage?

Je nach Alter, Massageart und Ursache der Beschwerden variieren die tatsächliche Behandlungsdauer sowie die Massagemethode. Zur nachhaltigen Schmerzlinderung oder Behandlung empfiehlt es sich, Thai Massagen im Abstand von vier bis fünf Tagen durchzuführen. Bei akuten Schmerzen, wie etwa Nackenschmerzen nach einer langen Autofahrt, ist häufig bereits eine Behandlung mit einer heilsamen Berührung ausreichend. Sammelten sich Anspannungen durch jahrelange Tätigkeiten im Alltag an, ist die Thaimassage aufwändiger und wird mehr Zeit in Anspruch nehmen. Etwa alle zehn Tage angewandt, bietet sie eine gute Gesundheitsvorsorge.