Die positiven Eigenschaften vom Öl für Haut und Haar

Das richtige Öl hinterlässt keinen Fettfilm auf der Haut, ist sparsam anzuwenden und für jeden Hauttyp erhältlich: Ein Öl für Haut und Haar ist oft geeigneter als eine herkömmliche Pflegecreme. Doch wodurch zeichnet sich dieses besonders aus? Für welchen Hauttyp ist welches Öl geeignet? Wir haben uns einige der Körperöle und deren Eigenschaften näher angesehen.

Eine Frau gibt mit einer Pipette Öl für Haut auf ihren Finger

Bodylotion oder doch lieber Öl für Haut und Haar?

Vor allem in der Naturkosmetik werden sie immer beliebter. Öle für die Haut und für das Haar gibt es mittlerweile in einer großen Vielzahl. Betrachtet man die Reinheit und pflegenden Aspekte der Inhaltsstoffe und das ist kein Wunder. Kosmetikproduzenten sind längst auf die positiven Eigenschaften aufmerksam geworden. So nutzen sie Blüten und Kräuter um die inspirierende Wirkung der ätherischen Essenzen mit den pflegenden Eigenschaften zu verbinden.

Während bei vielen Bodylotions und Cremes für das Gesicht oder den ganzen Körper oft unzählige künstliche bzw. oft sogar schädliche Inhaltsstoffe enthalten sind, haben Öle bzw. Mischungen meist weniger als zehn Inhaltsstoffe. So verwöhnen Kosmetikprodukte deinen Körper zum Beispiel mit pflegendem Mandelöl, Traubenkern-, Jojoba- und Weizenkeimöl oder ätherischen Blütenmischungen aus Rose, Melisse und Lavendel. Solche Mischungen geben deiner Haut die nötige Spannkraft und beruhigen mit dem Duft der Blüten. 

Die Wirkung der ätherischen Körperöle in der Kosmetik

Ätherische Öle haben unterschiedlichste Wirkungen. Sowohl auf geistiger als auch körperlicher Ebene können diese eine Unterstützung zur Steigerung des Wohlbefindens sein:

  • Rose: Die aus den Blütenblättern gewonnene Essenz beruhigt die Nerven und hebt die Stimmung. Liebe, Menschlichkeit und Mitgefühl werden durch den lieblichen Duft der Rose erweckt.
     
  • Melisse: Die nach Zitrone und leicht nach Minze duftende Melisse wirkt entspannend und sorgt so für eine ausgeglichene Stimmung. Ihr besänftigender Duft hilft dir, nervliche Anspannungen abzubauen.
     
  • Lavendel: Der leicht herbe und frische Duft des Lavendelöls wirkt ebenso beruhigend wie ausgleichend. Er hilft das Nervensystem zu entspannen, beruhigt und mindert Angst.
     
  • Rosmarin: Der frische und würzige Duft des Rosmarins stärkt deine Willens- und Durchsetzungskraft. Ebenso werden ihm konzentrationsfördernde Eigenschaften zugeschrieben.
     
  • Pfefferminze: Pfefferminze weckt deinen Geist, wirkt konzentrationsfördernd sowie nervenstärkend.
     
  • Zitrone: Frisch duftend wirkt die Zitrone belebend, erfrischend und kühlend. Sie regt den Geist an, stärkt das Gedächtnis und wirkt ebenso positiv auf deine Konzentration. Sowohl stimmungsaufhellend, als auch belebend und aufmunternd sind Eigenschaften der Zitrone. 
Ölfläschchen mit Rosenblättern

Wie pflegt man mit Öl die Haut?

Um den besten Effekt bei einer regelmäßigen Anwendung zu erreichen, ist es empfehlenswert, das Öl auf die noch feuchte Haut aufzutragen und mit kreisenden Bewegungen einzumassieren. So kann es sich mit der Feuchtigkeit zu einer Emulsion verbinden. Das wiederum ermöglicht es, dass das Körperöl besser in die Haut eindringt und hier pflegen kann. Es integriert sich in den körpereigenen Stoffwechsel, schützt so vor Feuchtigkeitsverlust und hinterlässt keinen oder nur einen geringen Fettfilm.

Wie gut es bei der Anwendung von der Haut aufgenommen wird, hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Öl selbst oder aber auch der Beschaffenheit der Haut.

Welches Öl passt für welche Haut? Hautpflege für Mischhaut und trockene Haut

Nicht jedes Produkt passt als Hautpflege für jeden Hauttyp. Es hängt davon ab, welcher Hauttyp du bist.

Leidest du unter trockener Haut, solltest du zu Ölen von Sonnenblume, Weizenkeimen oder Traubenkernen greifen. Diese zählen zu den trocknenden Ölen. Auch ein hoher Anteil an Ölsäuren ist bei trockener Haut von Vorteil. Dieser ist unter anderem bei Mandel, Oliven und Avocado vorhanden. Leichte Öle wie das der Aprikose haben einen geringen Ölsäureanteil und ziehen extrem schnell ein. 

Für Mischhaut empfehlen wir Öle mit einem niedrigeren Gehalt von ungesättigten Fettsäuren. Dieser sollte lediglich zwischen 20 und 50 % liegen. Sie werden von der Haut zwar nicht so schnell aufgenommen, versorgen sie aber mit mehr schützendem Fett.

Vorsicht ist bei fettiger Haut oder unreiner Haut geboten. Hier können Körperöle Unreinheiten im Gesicht auslösen bzw. diese verschlimmern. Deshalb sollten die Öle vor der Verwendung zuerst an einer unempfindlichen Stelle getestet werden, denn jede Haut reagiert anders. Hier sollte am ehesten zu Körperölen von Traubenkern, Distel, Schwarzkümmel oder Rizinus gegriffen werden. Vor allem das kaltgepresste Traubenkernöl ist hier besonders durch den extrem hohen Gehalt an Vitamin E hervorzuheben. Außerdem wirkt es antioxidativ, verbessert den Feuchtigkeitshaushalt, kurbelt die Zellerneuerung an und ist besonders leicht und daher gut verträglich. 

Was ist der Unterschied zwischen trocknenden Ölen und nicht-trocknenden Ölen?

Während bei den Pflanzenölen trocknende einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren haben und von der Haut mühelos und rasch aufgenommen werden, sind nicht-trocknende Öle wie Olivenöl oder Mandelöl reichhaltiger. Diese enthalten mehr gesättigte Fettsäuren, ziehen langsamer in die Haut ein und hinterlassen einen feinen Film auf der Haut.

Beispiele für trocknende Öle:

  • Arganöl
  • Sonnenblumenöl
  • Traubenkernöl
  • Walnussöl
  • Weizenkeimöl

Beispiele für nicht-trocknende Öle sind:

  • Avocadoöl
  • Erdnussöl
  • Mandelöl
  • Macadamianussöl
  • Kokosöl
  • Olivenöl
  • Rapsöl
Eine Kokosnuss liegt neben einem Ölfläschchen vor einer Frau

Was sind gesättigte und ungesättigte Fettsäuren?

Fettsäuren, die ein Baustein der Fette sind, dienen dem Körper als Energiereserve und biochemischer Rohstoff. Gesättigte Fettsäuren sind unter anderem Palmitinsäure und die verwandte Stearinsäure. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der Hautbarriere und des Säuremantels der Haut.

Zu den ungesättigten Fettsäuren zählen Ölsäure und Linolsäure. Linolsäure gehört zu den Omega-6-Fettsäuren, die mit den Omega-3-Fettsäuren eng verwandt sind. Besonders diese sind für die positiven Effekte auf die Gesundheit bekannt. Die für den menschlichen Körper ausgesprochen wichtige Linolsäure sorgt für strahlende Haut. Als Bestandteil der Ceramide ist sie wichtig für die Aufrechterhaltung der Hautbarriere. Die stark entzündungshemmende Linolsäure ist nicht nur ein hervorragender Feuchtigkeitsspender, sondern spielt auch eine große Rolle bei Hautproblemen. Auch gegen dunkle Verfärbungen der Haut kann Linolsäure hilfreich sein. 

Anwendungsmöglichkeiten von Körperölen

Öle für die Haut haben als Körperöle Wirkung auf die Haut, aber auch noch andere Anwendungsmöglichkeiten:

  • Massage: Für Massagen werden besonders Öle verwendet, die weniger rasch einziehen, da sie als Gleitmittel dienen sollen. Ätherische Düfte verleihen eine zusätzliche individuelle Note und lassen dich deine Massage besonders genießen.
     
  • Aroma: Hierfür werden gebrauchsfertige Mischungen aus Massageöl und ätherischem Öl verwendet.
     
  • Ayurveda: Sesamöl dient meist als Basis und wird mit anderen sowie mit Kräutern gemischt, um die ayurvedischen Dosha-Typen anzusprechen. 
Ölfläschchen stehen vor einer Frau, die massiert wird

Glanz für die Haare mit Öl

Öle sind nicht nur für die Haut eine positive Bereicherung. Wenn du trockenes Haar hast, kannst du diesem mit Ölen einen herrlichen Glanz verleihen. Gib einige Tropfen davon auf das noch nasse Haar! Massiere es anschließend in die Kopfhaut ein!

Da es nicht in das Haar einzieht, sollte es bei fettigem Haar nicht verwendet werden. Dadurch wird den Eindruck von fettigem Haar nur noch verstärkt. 

Pflegetipps für natürliche Öle für Haut und Haar

Abschließend haben wir hier noch Pflegetipps zusammengefasst:

  • Trage das Öl immer auf die feuchte Haut auf!
  • Massiere es in kreisenden Bewegungen ein! Es kann sich so am besten verteilen und zieht rasch ein.
  • Verwende zum Einmassieren spezielle Bürsten oder Massageroller! Das fördert die Durchblutung und so werden die Wirkstoffe besser aufgenommen.
  • Erwärme es etwas! So wirkt es noch wohltuender.
  • Mische das Körperöl mit etwas Salz oder Zucker und trage es als Peeling auf!