Mit Algen gesund und schlank bis ins hohe Alter?

Algen leben bereits Milliarden von Jahren auf unserer Erde und gelten vor allem in Asien seit Jahrhunderten als Jungbrunnen. Voll von Vitaminen, Mineralstoffen und anderen hoch konzentrierten wertvollen Inhaltsstoffen sollen uns Algen gesund, schön und sogar schlank machen. 

Algen gelten im asiatischen Raum als Lebens- und Heilmittel.

Vitamine und Nährstoffe in Algen halten gesund

Während bei vielen von uns Algen noch als Lebensmittel-Exoten auf dem Teller gelten, sind sie im asiatischen Raum schon seit Jahrhunderten, ja sogar Jahrtausenden, als Lebensmittel und Heilpflanzen anerkannt. Meeresalgen sind laut Foodreport von Hanni Rützler ein Trendthema für die Ernährung der Zukunft. Während Mikroalgen mit freiem Auge kaum erkennbar sind, werden Makroalgen bis zu 60 Meter lang. Sie landen als Salat, in Suppen, als gedünstetes Gemüse oder als leckeres Sushi auf dem Teller. Für Nahrungsergänzungsmittel werden hauptsächlich die mikroskopisch kleinen Sorten Chlorella und Spirulina verwendet, unter den Meeresalgen sind es Braunalgen wie Ascophyllum, Fucus und Wakame. Rotalgen werden z. B. als Spray bei Erkältungen eingesetzt. Der hohe Vitamin-Gehalt, die vielfältigen Nährstoffe und ihre positive Wirkung auf die Gesundheit machen Algen zu den beliebtesten Nahrungsergänzungsmitteln im asiatischen Raum. 

Nahaufnahme von der Alge Ascophyllum

Verändert eine Ernährung mit Algen die Lebenserwartung?

Vor mehr als 100 Jahren beschrieb Professor S. Kondò von der Universität Tòhoku in Japan, dass die Region und die dort übliche Ernährung einen bestimmenden Anteil an der Lebenserwartung der japanischen Bevölkerung haben. In Gegenden, in denen große Mengen Reis verzehrt wurden, war auch der Salzkonsum hoch, da mit dem Reis gerne salzige Mixed Pickels und andere Speisen konsumiert wurden, die in Sojasauce getunkt wurden. Die Bewohner dieser Regionen starben häufig an Herz-Kreislauferkrankungen, hohe Altersraten waren selten. Auf Inseln und in Fischerdörfern aßen Menschen wenig Reis und salzige Speisen, dafür mehr Meeresgemüse – sie wurden gesünder und älter. 

Auf der Insel Oki (Präfektur Shimane) bestand die Ernährung aus einfachen naturbelassenen Lebensmitteln wie Sojabohnen und Meeresgemüse – hier konnte die höchste Lebenserwartung gemessen werden. Frauen, die im Meer nach Abalone-Muscheln, Seeigeln und Rotalgen tauchten, arbeiteten häufig hart bis über das 70. Lebensjahr hinaus. Sie aßen täglich Meeresgemüse. Die Ernährung der Bewohner Okinawas sowie der anderen südlichen Inseln bestand schon immer aus einem vielfältigen Mix verschiedener Meeresgemüse. Sie aßen vor allem mehr Laminaria, eine Braunalgen-Art, als der japanische Durchschnitt. Im Ranking liegt die Lebenserwartung der Frauen in Okinawa weltweit am höchsten.

Nährstoffe in Chlorella, Spirulina, Nori und Co.

Nicht zuletzt durch die Beliebtheit des Sushis schwappt dieser gesunde Trend nun endlich auch zu uns über. Meeresalgen enthalten nämlich alle 27 Nährstoffe, die für unseren Körper essentiell, also lebensnotwendig sind.

So kommen in Algen Vitamin A, C und E, Folsäure und B-Vitamine vor. In eigens gezüchteten Chlorella-Arten ist sogar das Vitamin B12, das sonst in höherer Konzentration ausschließlich in Fleisch vorkommt enthalten. Speziell Vegetarier und Veganer profitieren von diesen Algen als Nahrungsergänzungsmittel. Außerdem enthalten Meeresalgen und Mikroalgen wie Chlorella und Spirulina jede Menge Aminosäuren, Eiweiß und mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie Chlorophyll und Carotinoide, die besonders wichtig für den Stoffwechsel und die Gesundheit unseres Körpers sind. 

Viele Inhaltsstoffe mit großer Wirkung

Der Gehalt an Mineralstoffen (Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium) und Spurenelementen wie Jod, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer, Selen und anderen liegt in Algen mit 8 bis 40 Prozent über dem von Gemüse und Salat. Algen sind fettarm. Kohlenhydrate enthalten sie überwiegend in Form von löslichen und unlöslichen Ballaststoffen, die keine Kalorien besitzen. Bestimmte Ballaststoffe, wie z. B. in der Algenart Ascophyllum sind in der Lage, Schwermetalle, Umweltgifte und sogar einige radioaktive Stoffe aus unserem Körper zu filtern. Algen kurbeln also unsere Entgiftung an, was nachhaltig zur Verbesserung unserer Gesundheit beiträgt.

Der entscheidende Vorteil von Algen in der Entgiftung steckt im hohen Anteil an Ballaststoffen, die im Darm nicht oder nur teilweise aufgenommen werden. Die Meeresalgen Fucus, Wakame, Ascophyllum nodosum und Laminaria digitata weisen mit einem durchschnittlichen Ballaststoffgehalt zwischen 36 und 62 Prozent den höchsten Anteil auf und besitzen damit gegenüber Landpflanzen einen überaus gesunden Vorteil. Stoffe wie z. B. Alginate (Ballaststoffe in Braunalgen) können Wasser bis zum 10fachen ihres Gewichts binden und damit die Stuhlentleerung entscheidend begünstigen. 

Eine Frau misst ihren schlanken Körper

Können uns Algen vor Krankheiten schützen?

Algen enthalten jede Menge Antioxidantien. Sie schützen uns vor freien Radikalen, die entzündliche Reaktionen auslösen und Zellen, Mitochondrien (die Energiezentralen jeder Zelle) und Erbsubstanz schädigen können. In der Mikroalge Hämatococcus pluvialis, einer mikroskopisch kleinen Grünalge, steckt Astaxanthin, das stärkste Antioxidans, das die Natur zu bieten hat. Astaxanthin ist ein rotes Pigment aus der Gruppe der Carotinoide. Jeder kennt Carotinoide aus roten (z. B. Paprika), gelben (z. B. Mangos) und orangen Früchten und Gemüse (Karotten). Weniger bekannt sind diese aus Algen und Lachs. Pflanzen, Algen und Früchte bilden Carotinoide zu ihrem eigenen Schutz, z. B. schützen sie sich mit Hilfe der Carotinoide vor dem Vertrocknen durch zu intensive Sonneneinstrahlung aber z. B. auch vor Pilzbefall.

Astaxanthin

Ist die sonst grüne Mikroalge intensivem Sonnenlicht oder großer Kälte ausgesetzt, leidet sie unter Wasser- und Nährstoffmangel, dann ist sie vital bedroht und beginnt sich zu schützen. Sie produziert Astaxanthin, um zu überleben und färbt sich von grün auf rot. Das Astaxanthin wirkt wie ein innerer Schutzmantel und macht die Zelle stabiler und von außen nahezu unangreifbar. In diesem Zustand kann die Alge bis zu 30 Jahre (!) verharren, um dann bei optimalen Bedingungen wieder grün zu werden und weiterzuleben – ein in der Natur einmaliges Ereignis! Astaxanthin kommt in dermaßen hoher Konzentration nur in diesen Mikroalgen vor und wirkt 6000 Mal stärker als Vitamin C und 800 Mal stärker als CoQ10 gegen freie Radikale. Man könnte diese Algen-Art aufgrund ihrer einzigartigen Wirkung als SUPER-Superfood bezeichnen. Asthaxanthin aus der Mikroalge Hämatoccus pluvialis gibt es in Kapselform beispielsweise in OCEAN VITALITY Natürliche Vitalität von Marine Therapy Solutions. Dieses Nahrungsergänzungsmittel soll unseren Körper vor oxidativem Stress bewahren.

Machen Algen schlank und schön?

Für uns Ladys besonders interessant: Aktuelle Studien bestätigen die erfolgreiche Behandlung von Übergewicht mit Algen. Im Meeresgemüse stecken nämlich Vitalstoffe, die nicht nur unsere Gesundheit fördern, sondern auch schlankmachende und gewichtsreduzierende Wirkungen besitzen. Laut einer Studie wurde nachgewiesen, dass Alginate satt machen. Außerdem würden sie das Hungergefühl unterdrücken, weil sie den Blutzuckerspiegel nicht hochtreiben. Eine ähnliche Wirkung kann man auch mit Nahrungsergänzungsmitteln wie dem OCEAN DETOX® mit Seegreens® Algen + Chlorella von Marine Therapy Solutions erreichen. "Die Wirkung erfolgt nicht direkt nach der Einnahme wie bei Algen in hydrolysierter Form oder in einem Getränk, sondern zeitversetzt, dadurch hat man weniger und vor allem nicht so schnell wieder Hunger, nachgewiesen in einer klinischen Studie", weiß Algen-Expertin, Orthomolekular- und Ernährungsmedizinerin Dr. Bettina Hees vom Hamburger MMR Medical Marine Research. "Als Ursache für die zeitversetzte Unterdrückung des Hungergefühls nimmt man zusätzliche andere Sättigungsmechanismen an, die zurzeit noch erforscht werden. In Entwicklung sind Produkte, die weitere Effekte auf Gewichtsreduzierung und Fettabbau zeigen. Um ein Beispiel zu nennen: 8 mg Fucoxanthin, Inhaltsstoff der Braunalgen, verbrennen 457 kcal! Ein weiterer sehr interessanter und zukunftsorientierter Ansatz ist das Bekämpfen des nicht nur sehr unschönen, sondern auch gefährlichen, weil hormonaktiven Bauchfettes durch fettabbauende Algeninhaltsstoffe. Und zu guter Letzt konnte man inzwischen auch nachweisen, dass Fucoidane aus Meeresbraunalgen verhindern, dass es zur Fettklümpchenbildung kommt und die berühmten Speckrollen entstehen. Wir arbeiten sehr aktiv an der Entwicklung von Produkten, die in klinischen Studien eine Fettreduktion und Gewichtsabnahme nachweisen konnten.“

Gibt es bei gesunden Algen Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen sind beim Verzehr von Chlorella, Spirulina-Alge und Co. kaum bekannt. Als kritisch wird immer wieder der hohe Jodgehalt in Algen-Präparaten angesehen. Menschen mit einer bestehenden Schilddrüsenerkrankung sollten daher vorsichtig sein und Jod nicht unkontrolliert zuführen. Damit die positive Wirkung für den Körper tatsächlich gegeben ist, – und Jod ist lebensnotwendig – sollte man bei Algen-Präparaten ganz besonders genau auf ihre Herkunft und den Jodgehalt achten. Die MTS Marine Therapy Solutions führt in deutschen Laboren nicht nur regelmäßige Messungen von Schwermetall- und Toxinbelastungen von Algen durch. Sie haben mit Seegreens® ein zum Patent angemeldetes Anbau-, Ernte- und Verarbeitungsverfahren von Meeresbraunalgen, das nicht nur einen hohen Anteil an Vitalstoffen garantiert, sondern auch einen gleichbleibenden Jodgehalt (150µg) liefert, der den EU-Richtlinien entspricht.

Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.

Der Experte dahinter

Hees Bettina, Dr.

Dr. Bettina Hees ist nicht nur Expertin für Gesundheitsprävention, Anti Aging, Ernährungs- und Orthomolekulare-Medizin, sondern auch Algologin (Algenforscherin).