Die Lehre der Ayurveda Typen

Die Energien im Körper zum Fließen bringen und den ältesten überlieferten Wissensschatz über die Natur des Menschen für unsere Gesundheit nutzen - das ist das Ziel von Ayurveda, der traditionellen indischen Medizin. Nach diesem Wissen hat jeder von uns eine unterschiedliche Konstitution, die sich aus drei von verschiedenen biologischen Kräften zusammensetzt. Diese Grundkräfte bilden die Grundlage für die verschiedenen Ayurveda Typen.

Inhalt:

Die Ayurveda Typen geben Auskunft über verschiedene Ernährungsstile

Was ist Ayurveda?

Bis heute hat die Heilkunst des Ayurveda die meisten Anwender in Nepal, Indien und Sri Lanka. Die älteste Lehre wurde ab Mitte des 2. Jahrhunderts vor Christus in Indien gelehrt. Von dort entwickelten sich ab etwa 500 vor Christus unterschiedliche medizinische Systeme, die jedoch alle eines gemeinsam haben: eine Kombination aus Erfahrungswerten und einer Philosophie, die sich auf die für menschliche Gesundheit und Krankheit wichtigen körperlichen, mentalen, emotionalen und spirituellen Aspekte konzentriert. Dadurch hat Ayurveda einen ganzheitlichen Anspruch und versucht, den menschlichen Körper ins Gleichgewicht zu bringen.

Zentrale Elemente des Ayurvedas sind:

Welcher Ayurveda Typ bin ich?

In der Ayurveda Akademie von Kerstin Rosenberg stehen die drei Typen ebenfalls auf dem Lehrplan. Die Akademie bietet verschiedene Angebote in der ayurvedischen Heilkunde mittels eines berufsbegleitenden Studiums an. So unterscheidet die Lehre drei unterschiedliche Konstitutionstypen oder Lebensenergien, die so genannten Doshas:

Diese leiten sich aus den fünf kosmischen Naturelementen, Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum ab. Die Dominanz der einen oder anderen Kraft prägt unsere Persönlichkeit, unser Aussehen und unseren Lebensstil, aber auch unsere Neigung zu bestimmten körperlichen und mentalen Beschwerden.

Ayurveda Typen werden geprägt von den drei Doshas

Der Vata-Typ

Vata führt die anderen Doshas an. Wann immer ein Dosha aus dem Gleichgewicht gerät, ist Vata das erste und verursacht die Frühstadien einer Erkrankung. Menschen mit einem dominanten Vata-Dosha sind meistens sehr schlank, drahtig und kreativ. Vata-Typen denken und sprechen schnell. Der Vata-Typ:

  • hat meist trockene, dünne und kühle Haut
  • dünne, dunkle und gekräuselte oder gelockte Haare
  • hat ein langes und eckiges Gesicht
  • handelt rasch

Vata wird von der Luft bestimmt und ist in unserem Körper mit dem Nervensystem, der Atmung, der Blutzirkulation und dem gesamten Energiepotential gleichzusetzen. Diese Menschen sind leicht zu begeistern und haben einen starken Schöpfungsdrang. Leider neigen sie zu

  • Nervosität
  • Schlafstörungen
  • Kreislaufbeschwerden
  • Konzentrationsschwächen.

Für Vata-Typen empfehlen sich zum Ausgleich viel warmes und befeuchtendes Essen wie Suppen und Eintöpfe, um die natürliche Neigung zu Kälte und Trockenheit auszugleichen. Ebenso wichtig ist es, auf Regelmäßigkeit, Entspannung und genügend Schlaf zu achten, da Vata-Typen generell sehr empfindlich auf Stress und Überanstrengung reagieren.

Der Pitta-Typ

Das Leitmotiv von Pitta ist "intensiv". Dieses Dosha steuert unseren Stoffwechsel und gibt uns unseren Instinkt für Maß und Reinheit. Menschen mit einem starken Pitta sind kraftvolle, energische und leidenschaftliche Menschen. Sie sind entscheidungsfreudig, intelligent, willensstark und neigen zu emotionalen Gefühlsausbrüchen Der Pitta-Typ:

  • hat helle, glänzende, weiche und warme Haut mit der Neigung zu Sonnenbrand
  • das Haar ist fein und weich, meistens blond oder rötlich
  • das Gesicht ist herzförmig, oft mit einem ausgeprägtem Kinn
  • neigt unter Stress zur Gereiztheit und zu Zornausbrüchen

Pitta entspricht dem Element Feuer und einem kleinen Anteil Wasser. Seine körperliche Entsprechung hat das Pitta vor allem im Verdauungs- und Enzymsystem sowie der gesamten Umsetzungskraft des Stoffwechsels. Pitta Personen leiden oft an

  • Hautkrankheiten
  • emotionaler Reizbarkeit
  • Gastritis oder
  • Migräne.

Hier führt das Übermaß an Feuer zu brennender geröteter Haut, Übersäuerung im Verdauungstrakt oder angesammelter Hitze und Überlastung im Kopf.

Um viel Pitta auszugleichen, sollte auf scharfes und saures Essen (vor allem Zitursfrüchte, rotes Fleisch, Alkohol und Tomaten) verzichtet werden. Gegen den mentalen Stress ist Sport hilfreich, um der Gesundheit etwas Gutes zu tun und das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Der Kapha-Typ

Das Leitmotiv von Kapha ist "entspannt". Kapha, als das letzte der drei Doshas, bewirkt Stabilität und Beständigkeit, es stellt Reserven bereit, die dem Kapha-Typ Kraft und Ausdauer verleihen. Personen mit ausgeprägten Kapha sind sehr beständige, fürsorgliche, liebevolle und sicherheitsbewusste Menschen. Der Kapha-Typ:

  • hat oftmals eher fettige, weiche, weiße und kühle Haut
  • das Haar ist voll, dick, gewellt, glänzend und meistens braun
  • das Gesicht ist groß, rund und voll
  • nimmt Neues langsam auf, hat aber ein gutes Langzeitgedächtnis

Kapha entspricht dem Element Erde und Wasser. Bei ausgeprägtem Kapha neigt man zu Beschwerden wie

  • Übergewicht
  • Unflexibilität
  • innerem Phlegma
  • Entzündungen und
  • Verschleimungen im Stirnhöhlen- und Lungenbereich.

Daher ist es wichtig, die Ernährung entsprechend anzupassen. Leichte und scharfe Speisen sollten schwerem Essen vorgezogen werden. Auch auf schnelles Essen sollte verzichtet werden und stattdessen dem Genuss den Vorzug gegeben werden.

Ayurveda vereint Körper und Seele und kann zu einem gesunden und leichten Leben durch Ernährung einen großen Beitrag leisten. Ob Vata, Pitta oder Kapha - die drei Doshas bestimmen den Fluss der Energien im Körper wesentlich mit.

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Wichtiger Hinweis: In diesem Beitrag werden nur allgemeine Hinweise gegeben, er stellt keine Grundlage für eine Selbstdiagnose dar! Bitte jedenfalls einen fachkundigen Arzt zu Rate ziehen.

Der Experte dahinter

Rosenberg Kerstin

Kerstin Rosenberg hat sich der Weisheitslehre Ayurveda verschrieben und ist auch Gründungs- und Vorstandsmitglied des VEAT – Verband Europäischer Ayurveda-Mediziner und -Therapeuten e.V.