Yoga als Sport: Diese schweißtreibenden Yoga-Stile machen dich fit und schön

Yoga gilt als perfekte Möglichkeit, Körper und Geist zu entspannen. Die intensiven Dehnungen machen uns flexibler und beweglicher und sind eine wahre Wohltat nach einem Tag am Schreibtisch. Dabei ist Yoga weit mehr als nur eine Entspannungstechnik. Je nach Stil können Yoga-Übungen schnell oder langsam, dynamisch fließend oder meditativ sein. Gerade die körperbetonten Stile haben mit Ruhe und Entspannung sehr wenig gemeinsam. Stattdessen fordern sie jeden Muskel in deinem Körper und sorgen dafür, dass du die Fitness in Beinen und Körper schnell steigern kannst und ordentlich ins Schwitzen gerätst. Welche Stile das sind und was du über Yoga als Sport wissen musst, erfährst du in diesem Artikel.

Eine Gruppe Erwachsener beim Yoga.

Yoga als Sport: Was sind die Vorteile?

Als die traditionelle, indische Lehre vom Yoga nach Europa kam, wurde sie zunächst belächelt. Heute wissen wir, dass die Yoga-Übungen bei einer regelmäßigen Praxis zahlreiche positive Effekte für unsere Gesundheit mit sich bringen können, die keineswegs zu belächeln sind. Dabei darf allerdings nicht vergessen werden, dass körperliche Yoga-Übungen Teil einer komplexen Lebensphilosophie sind, die heute noch das Handeln und Denken traditioneller Yogis beeinflusst. Die Grundpfeiler im Yoga sind:

  • die Meditation
  • die Atmung
  • und die körperlichen Yoga-Übungen.

An die Stelle der Arbeit im Geiste ist in der westlichen Kultur das Training des Körpers getreten. Yoga kann dir definitiv helfen, körperlich fit und gesund zu bleiben. Die physischen Übungen im Yoga sind nach bestimmten Abläufen strukturiert. Fließende Bewegungen und langes Halten in einzelnen Positionen gehören ebenso dazu wie intensive Dehnungen. Dadurch werden deine Muskeln im gesamten Körper gestärkt und deine Fitness verbessert. Auch die Stabilität der Bänder und Sehnen wird durch einbeinige Asanas im Yoga, wie den Baum, verbessert. Wer immer noch glaubt, dass Yoga kein Sport ist, kann zwanzig Sonnengrüße zum Aufwärmen machen und sich danach an einem Handstand oder der Krähe probieren.

Einer der großen Vorteile am Yoga ist, dass du es überall und zeitunabhängig machen kannst. Bei deinem Besuch im Fitnessstudio ist das meist nicht möglich.

Power Yoga: Was steckt hinter dem Begriff?

Power Yoga ist heute eine moderne Bezeichnung für unterschiedliche Yoga-Arten und -Stile, die sehr dynamisch und sportlich sind und dich so richtig ins Schwitzen bringen. Dabei kannst du deine Fitness trainieren und neue Energie erzeugen. Spirituelle Übungen wie Meditation treten dabei in den Hintergrund.

Bekannt wurde Power-Yoga durch den amerikanischen Yogalehrer Bryan Kest. Angelehnt an das klassische Ashtanga Yoga entwickelte er mit Power Yoga ein abwechslungsreiches Workout, bei dem die Fitness verbessert und die Tiefenmuskulatur gestärkt werden kann. Auch die Yogaeinheiten sind am Ashtanga ausgerichtet. Eine Power-Yoga-Stunde nach Bryan Kest besteht aus deshalb aus drei Teilen:

  • Erstens aus dynamischen Flows, in denen für gewöhnlich mehrere Runden vom Sonnengruß A oder B gemacht werden. Der Sonnengruß zählt zu den bekanntesten Übungen aus dem klassischen Yoga. Auch hier gibt es mittlerweile unzählige Varianten und Schwierigkeitsstufen. Wirklich anstrengend sind hier nicht die einzelnen Haltungen (im Yoga Asanas genannt), sondern die dynamischen Übergänge (Vinyasa), die dein Herz-Kreislauf-System aktivieren und deine körperliche Fitness stark herausfordern können. Das Ziel beim Sonnengruß ist es, den eigenen Körper mit der Atmung zu synchronisieren, was vielen Yogis beim ersten Lernen noch recht schwerfällt. Hier heißt es, nicht verzweifeln und weiter üben. Denn wer regelmäßig Yoga macht und den Sonnengruß übt, macht nicht nur eine gute Figur in den einzelnen Übungen, sondern kann sich gleichzeitig in eine Art meditativen Zustand versetzen.
     
  • Der zweite Teil besteht aus einzelnen Asanas, die – anders als im Ashtanga Yoga – vom Yogalehrer aus dem Sortiment der stehenden, sitzenden und liegenden Positionen frei gewählt werden können. Jede dieser Yogaübungen, wie beispielsweise Trikonasana (das Dreieck) oder Ahdo Mukha Svanasana, auch bekannt als "herabschauender Hund" werden für mehrere Minuten gehalten. Das geht zwar ganz schön an die Power, stärkt gleichzeitig aber auch die Tiefenmuskulatur in deinen Beinen und Armen sowie Bauch und Rücken und sorgt für einen knackigen Po. Durch die Kombination mit intensiven Dehnungen, die genauso lang gehalten werden, kannst du deine Beweglichkeit trainieren und wohlgeformte, natürliche Yoga-Muskeln bekommen.
     
  • Abschließend folgt wie beim Ashtanga Yoga eine kurze Schlussentspannung, das sogenannte Shavasana.
Junges Paar beim Acroyoga am Strand.

Welche Arten von Power Yoga gibt es?

Mittlerweile gibt es unzählige Stile und Arten im sportlichen Yoga und viele Namen, die synonym dafür genutzt werden. Zu den klassischen Yoga-Arten mit Schwerpunkt auf Fitness-Yoga-Übungen gehören Ashtanga Yoga oder Ashtanga Vinyasa Yoga, Vinyasa Yoga, und das bereits genannte Power Yoga. Diese Namen stehen oft synonym für schweißtreibende Workouts im Flow. Auch das Hatha Yoga und Kundalini Yoga zählen zu den klassischen Yogaarten mit körperlichen Übungen. Hier geht es aber nicht wirklich darum, unterschiedliche Übungen aneinanderzureihen, sondern vielmehr darum, die Übungen durch bestimmtes Atmen zu verstärken. Sie sind meist weniger schweißtreibend, dafür aber umso anstrengender und intensiver.

Wenn dir das Training in diesen Yoga-Stilen noch nicht heiß und anstrengend genug ist, kannst du es auch mit Bikram Yoga probieren. Bei dieser Form von Yoga, auch als Hot Yoga bezeichnet, machst du die Yoga-Übungen in einem bis zu 40 Grad heißen Raum.  

Noch mehr arbeiten müssen deine Muskeln beim Aerial Yoga und Acroyoga. Bei beiden werden Elemente aus einer anderen Sportart der Akrobatik mit Yoga-Übungen und Asanas kombiniert. Wie der Name Aerial schon andeutet, geht es dabei um Luftakrobatik. Nur mithilfe von zwei seidenen Tüchern gleiten die Artists in kunstvollen Yogafiguren an diesen Tüchern entlang. Ein Krafttraining, das in jedem Fitnessstudio seinesgleichen sucht. Weniger riskant, aber fast genauso anstrengend, kann Akroyoga sein. Das Besondere daran ist die Partnerarbeit. Während eine Person die Funktion der Base von unten übernimmt, kann die zweite den Flyer machen. Als Base kannst du schnell Muskeln an Beinen und Armen aufbauen. 

Kombinationen mit anderen Sportarten sind auch bei Fitness-Bloggern sehr beliebt. Hier sind beispielsweise knackige und schnelle Flows mit Übungen aus dem Fitnesstraining kombiniert. Das heißt, schnelle Wiederholungen in möglichst kurzer Zeit.

Frauen praktizieren Aerial Yoga als Sport

Wo kannst du Power Yoga lernen?

Prinzipiell hast du zwei Möglichkeiten, einen bestimmten Yoga-Stil zu lernen. Entweder durch Online- oder Offline-Kurse. Auch ein Yogabuch kann dich mit den notwendigen Informationen versorgen. Wenn du allerdings ein absoluter Yoga-Neuling bist und gleich mit einem Power-Programm starten möchtest, empfiehlt es sich, einen Offline-Kurs, in einem Fitnessstudio, Sport- Schul- oder Universitätsverein zu besuchen. Hier kannst du wichtige Fragen direkt stellen und wirst sofort auf Fehlhaltungen hingewiesen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Beitrag enthält nur allgemeine Hinweise und dient ausschließlich zu allgemeinen Informationszwecken. Die Informationen stellen keine konkrete Empfehlung dar und dienen keinesfalls als Grundlage für eine Selbstdiagnose! Jedenfalls ist der Rat eines fachkundigen Arztes einzuholen.